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Oktober 08, 2023

Oktober



Die Tage sind bereits merklich kürzer. Ich bin traurig, dass sich meine Garten- und die Draußenzeit reduziert. Die Tage und das Wetter sind regendurchtränkt und die ersten Gänse sammeln sich für ihren Flug in ferne Länder. Aber es gibt auch herrliche Sonnenstunden, Altweibersommertage vom Feinsten.


Der wilde Wein am Haus leuchtet rot - in allen Schattierungen - und schickt seine Farben in den Blätterhimmel. Das Kehren der Wege ums Haus herum, ist meditativ, ein jahrelanges Ritual in dieser Jahreszeit. Und immer denke ich dabei an eine 
„Zen-Weisheit“: Kehre dein Haus und trinke Tee.

Die Zeit erinnert daran, dass innere und äußere Abhängigkeiten aufgegeben werden wollen, so wie die Blätter an den Bäumen. Beides hat seine Zeit. Das Festhalten und das Abgeben. Was möchte noch oder weiter gehalten werden, was darf gehen? Was trägt mich weiter und was ist Ballast, der mich hindert gute Alternativen zu finden und Prioritäten in meinem Leben zu setzen.


Mein Wunsch: Zärtlichkeit kultivieren und Lust und Freiheit – den Weg zu bewusstem Leben und Fühlen ebnen. 




November 20, 2015

Der frühe Vogel

ist gerade nicht so meiner, aber Hühner gibt es heute, für Michaelas Muster Mittwoch (hier ). Die Tage laufen gerade flink, was ja auch schön ist, nur Termine sind dann auch schnell mal mitgehuscht. 


(Schräge) Hühner-Vögel sind immer ein Hingucker und so begann meine Vogellust mit diesen beiden.


Im Journal mittels der angefertigten Schablone vermustert, ergeben sie eine bunte Mischung.


Hühner gehen ja eigentlich immer, solange sie nicht auf dem Teller landen - oder ihr Federkleid zweckentfremdet wird. Ein paar der Küche und Garten bevölkernden Rasse der Dekohühner will ich die Tage noch fotografieren. Bis dahin grüßt Euch herzlich


Eure Erika



August 24, 2015

Gemeinschaft heilt ...


 

 Große und Kleine

Dicke und Dünne


Einbeiner und Zweibeiner


Dunkel und Bunt


Die Mischung macht es, oder?


Unser Wochenende war schön. Filme schauen, Garten genießen, Spaziergänge im Wald und Grillen und Schmausen mit lieben Freunden. Es war von allem etwas dabei, so wie ich es mag.

Ich wünsche Euch eine feine Spätsommerwoche, dass auch für Euch die Mischung stimmt und alles dabei ist, was Ihr gerne mögt. 


Eure Erika








Juli 08, 2015

Gente di Mare



"Leute des Meeres" nenne ich die Collage, die während der heißen Tage entstanden ist. Geheimnisvolle Wesen, die ihre Flossen an die Hauswand gelehnt haben.

Es ist eine kurze Stippvisite beim Volk der Zweibeine.

Schweigend, sprachlos, zu sehen, ob es Neues gibt ...


ob die Rosen noch blühen ...


ob neue Wichtel eingezogen sind ...


"Gente di Mare" lieben Gedichte und schmökern gerne ein wenig hier und da. Finden eines von Eva Strittmatter heute besonders schön:

Sprachlos

Erst kennt man sich mit den Worten nicht aus
Und später nicht mehr mit dem Leben.
Noch immer ist es das selbe Haus.
Doch nun sieht man den Abgrund daneben.

Also wie sich halten? Von Tag zu Tag
Seine Pflicht tun. Doch was ist die Pflicht?
Wir sind nicht mehr sicher. Wir urteilen zag.
Und was kommt, das wissen wir nicht.

Von Altersweisheit keine Spur.
Der Sinn ist nicht zu verstehen.
Eine kleine Güte. Ein Lächeln nur.
Und einfach weitergehen.


(Eva Strittmatter, Liebe und Haß. Die geheimen Gedichte)
* * * * *
Ich wünsche Euch gütige Tage, und Lächeln, das die Tage schön macht.
Eure Erika



Juni 07, 2015

Papier in Streifen

Aquarellfarben in Blau und Schwarz und ein Songtext von Juli - "Was hat dich so zerrissen" tummeln sich seit der letzten Woche in meinem Art Journal.


Wie aus dem Nichts tauchen Antworten auf. Aus der Desiderata. Einem von mir sehr geliebten Text, der auch als die Lebensregel von Baltimore bekannt ist.
Desiderata - mag man übersetzen mit " ersehnen, wünschen" - spricht für mich von einer guten, einer erstrebenswerten Welt. Ich füge den Text am Ende dieses Postings ein. Für Interessierte und LiebhaberInnen dieser schönen Worte.

(Das Copyright wurde in den 1920er Jahren von Max Ehrmann beantragt. Seine Nachkommen verloren einen diesbezüglichen Prozeß jedoch, da das Gedicht in den 1940er Jahren ohne Copyright publiziert wurde.)


Und irgendwie fügt sich wieder ein mal zusammen, was auf den ersten Blick nur die Farbe gemeinsam hat.  


Bei der Seite unten geht es mir in erster Linie um den Hintergrund. Ich habe eine Technik ausprobiert, die Mark Mitchell auf seinem Blog How To Be A Childrens Book Illustrator.com  zeigt. Die junge Dame kam später hinzu. Leider kommen die Farben nicht so richtig gut heraus. Eigentlich hat das Bild mehr Tiefe.


Farblich ein wenig aus dem Rahmen, fallen meine Wochenendblümchen auf dem Esstisch. Zarte Rosen und Veronika in Creme und Gelb geben sich hier ein Stelldichein. Die Rosen im Garten sind gerade am Aufblühen. Ich hoffe auf eine sonnige Woche, um den Duft zu genießen und der Linse der Kamera mit feinen Blüten zu schmeicheln. 


Einen schönen Start in die neue Woche, wünsche ich auch Euch. Lasst Euch überraschen, lasst Euren Augen schmeicheln und -
seid herzlich gegrüßt!

Eure Erika



DESIDERATA

Gehe ruhig & gelassen durch Lärm und Hast & sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Mitmenschen. Äußere deine Wahrheit ruhig & klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen & Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute & aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden & dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du. Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner eigenen Pläne. Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.

Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluß der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume & Sterne; du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir nun bewußt ist oder nicht: zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorhergesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was ufür eine Vorstellung du auch von ihm hast und was immer dein Mühen & Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte dir den Frieden mit deiner Seele.

Trotz all ihrem Schein, der Plackerei & den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.



Mai 19, 2015

Der Elbspaziergang

am Sonntag, hat dramatische Wolken beschert. Es ist sehr kalt bei uns und windig.   


Wolkenhimmel bei Niedrigwasser der mächtig imponierte. Wir sind gut zwei Stunden zwischen Regengüssen gelaufen. 








Mauslein fand es schön wie immer. Im Sand buddeln und Wasserspiele.


Eine alte Birne in verrosteter Fassung gefunden. Vorgestellt, es wäre ein geschrumpftes U-Boot oder Raumschiff.


Zuhause dann wieder sehr erkältet - ein krankes Huhn.



























Mai 12, 2015

Blümchen

sind diesen Monat Thema bei Moo-Mania

Was ist Moo? Ein Moo ist ein kleines Format ca. 2,8 x 7 cm. Also in etwas die Größe eines Tag, eines Anhängers. Da alle Größen erlaubt sind, ist mein Moo größer ausgefallen.


Die Frühlingspost brachte mir in der letzten Woche dieses schöne G von Maike (lebensknaeuel.blogspot) aus Hamburg. Buntes Gartenglück und ein zartes Stiefmütterchen zieren die Karte.

,

In die Karte hat Maike ein schönes Gedicht von J.W. Goethe geschrieben. Über ein Blümlein, das nicht gepflückt werden mochte, sondern mitsamt seiner Wurzeln ein neues Heim im Garten des Dichters gefunden hat. Vielen Dank, liebe Maike! Deine Karte ist wnderschön!


Sie schmückt jetzt zusammen mit den anderen Frühlingskarten ein Bücherregal.


Wie schade, dass die Frühling Mail Art schon vorüber ist. Es war so schön, jede Woche eine liebevoll gestaltete Karte aus dem Briefkasten zu fischen. So schön zu sehen, wie das Frühlingswort gewachsen ist.

Auf Michaelas Blog werden die Frühlingswörter gesammelt. Jeder Buchstabe ein kleiner Schatz, das ganze Wort ein Frühlingsversprechen.








April 12, 2015

Es bleibt bei den Fischen

die heute die Geschichte von "Von den Fischer un siine Fru" (Von dem Fischer und seiner Fau) erzählen. Ihr kennt sicher das Märchen von dem Fischer, der einen Butt fing und ihn wieder frei ließ. Und von seiner Frau Ilsebill, die so gerne mehr vom Leben wollte als das, was sie hatte ...





Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
myne Fru de Ilsebill
will nich so, as ik wol will.


Einen solchen magischen Fisch wünsche ich mir auch hin und wieder. Und keine Frage, würde ich nicht so maßlos sein, wie des Fischers Frau ... oder doch?
Der Fisch heute ist für Susi´s und Valerie´s Art Journal Journey, deren Thema in diesem Monat Lieblingssprüche und -zitate ist.


Art Journal Journey

Einen weiteren Liebling im Frühlingsalphabet habe ich von Heidi, von meinsonnentagebuch.blogspot.de/erhalten. Ihr zauberhaftes Frühlings-H machte meine Woche schön! Vielen Dank, liebe Heidi, Dein H und das Kuvert sind so herrlich gestaltet, dass ich mich doch auch mal an diese Technik wagen möchte.




Für des Frühlings Worte hat Michaela ihre Netze ausgeworfen und sammelt sie im Müllerschen Fischteich. 
www.muellerinart.blogspot.de
Ich gehe weiter fischen, will Sonnenstrahlen-Fische fangen, weiter an der Puppe Ilsebill arbeiten. Gestern Abend war es bis weit nach 20.00 Uhr hell und ich habe mich gefreut, die Zeit nähend unter dem Dach  verbringen zu können.


Habt eine schöne Woche, mit all den schönen Dingen, die Ihr im Frühling liebt.


Habt es fein!

Eure Erika 



PS: Hier kopiere ich noch das ganze Märchen von dem Fischer und seiner Frau rein. Gefunden habe ich es auf Wikipedia. Es kommt aus dem Pommerschen und wurde erstmal von Philipp Otto Runge niedergeschrieben. Die Gebrüder Grimm haben es dann in ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen aufgenommen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Plattdeutsche Version von 1812


Von den Fischer und siine Fru.

Daar was mal eens een Fischer un siine Fru, de waanten tosamen in’n Pispott, dicht an de See – un de Fischer ging alle Dage hen un angelt, un ging he hen lange Tid. Daar satt he eens an de See bi de Angel un sach in dat blanke Water, un he sach ümmer na de Angel – daar ging de Angel to Grun’n, deep unner, un as he se heruttreckt so haalt he eenen groten Butt herut – de Butt sed’ to em: „ick bidd di, dat du mi lewen lettst, ick bin keen rechte Butt, ick bin een verwünscht’ Prins, sett mi wedder in dat Water un laat mi swemmen“ – Nu, sed’ de Mann, du bruukst nich so veele Woord’ to maken, eenen Butt, de spreken kan, hadd ick doch woll swemmen laten. Daar sett’t he en wedder in dat Water, un de Butt ging fuurts weg to Grun’n un leet eenen langen Stripen Bloot hinne sich.
De Mann averst ging to siine Fru in’n Pispott un vertellt eer, dat he eenen Butt fangen hadd, de hadd to em segt, he weer een verwünscht’ Prins, doon hadd he em wedder swemmen laten. „Hest du di den nix wünscht?“ sed’ de Fru. – „Nee! sed de Mann, wat sull ick mi wünschen?“ – „Ach! sed’ de Fru, dat is doch övel, ümmer in’n Pispott to wanen, dat is so stinkig un dreckig hier, ga du noch hen un wünsch uns ne lütte Hütt!“ den Mann was dat nicht so recht, doch ging he hen na de See, un as he hen kamm, so was de See gans geel un grön, da ging he an dat Water, staan, un sed:

„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje! Buttje in de See!
Mine Fru, de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
Daar kam de Butt answemmen un sed’: „na wat will se denn?“ – „Ach! sed’ de Mann, ick hev di doch fangen hätt, nu sed’ mine Fru, ick hadd mi doch wat wünschen sullt, se mag nich meer in Pispott wanen, se wull geern ne Hütt hebben.“ – „Ga man hen, sed de Butt, se is all daar in.“ –
Daar ging de Mann hen, und siine Fru stund in eene Hütt in de Döör, un sed to em: „kumm man herin; sü, nu is dat doch veel beter!“ Un daar was eene Stuwe un Kamer un eene Köck daar in, un da achter was een lütte Gaarn mit allerhand Grönigkeiten un een Hoff, da weeren Höner und Aanten. „Ach, sed de Mann, nu willn wi vergnögt lewen“ – „Ja, sed de Fru, wi willnt verjöken.“
So ging dat nu wol een acht oder veertein Daag, daar sed’ de Fru: „Mann! de Hütt wart mi to eng, de Hoff un Gaarn is to lütt, ick will in een grot steenern Slott wanen; ga hen tum Butt, he sall uns een Slott schaffen.“ – „Ach Fru, sed de Mann, de Butt hett uns erst de Hütt gewen, ick mag nu nich all wedder kamen, den Butt mügt et verdreeten.“ – „I watt, sed de Fru, he kann dat recht  good, un deet dat geern, ga du man hen!“ Daar ging der Mann hen un siin Hart was em so swar; as he awerst bi de See kam, was dat Water gans vigelett un grag un dunkelblag, doch was’t noch still, dar ging he staan un sed:
„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Mine Fru, de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
„Na! wat will se denn?“ sed de Butt. – „Ach, sed de Mann, gans bedrövd, mine Fru will in een stenern Slott wanen.“ – „Ga man hen, se steit vör de Döör“ sed de Butt.
Daar ging de Mann hen un siine Fru stund vör eenen groten Pallast. „Sü Mann, sed se, wat is dat nu schön!“ Mit des gingen se tosamen herin, daar weeren so veel Bedeenters, un de Wände weeren all blank, un goldne Stööl un Dische weeren in de Stuw, un achter dat Slott was een Gaarn un Holt, woll eene halve Miil lang, daar in weren Hirsche, Reeh un Hasen, un up den Hoff Köh- un Peerdställ. „Ach! sed de Mann, nu willn wi ook in dat schöne Slott bliwen, un tofreden sin!“ – „Dat willn wi uns bedenken, sed de Fru, un willn’t beschlapen.“ Mit des gingen se to Bed. Denn annern Morgen waakt de Fru up, dat was all Dag: da stödd’ se den Mann mit den Ellbagen in de Siid, un sed: „Mann stah up, wi möten König warden över all dat Land.“ – „Ach! Fru, sed de Mann, wat wulln wi König warden, ick mag nich König sin;“ na denn will ick König sin. – „Ach! Fru, sed de Mann, wo kannst du König sin, de Butt mügt dat nich doon“ – „Mann, sed de Fru, ga stracks hen, ick möt König sin.“ Daar ging de Mann un was gans bedrövd, dat sin Fru König warden wull. Un as he an de See kamm, was se all gans swartgrag un dat Water geert so van unner up. Daar ging he staan un sed:
„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Mine Fru, de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
„Na wat will se denn?“ sed de Butt. – „Ach! sed de Mann, mine Fru will König warden“ – „Ga man hen, se is’t all,“ sed de Butt.
Daar ging de Mann hen, un as he na den Palast kamm, da weren daar so veele Soldaten un Pauken un Trumpeten, un siine Fru satt up eenen hogen Troon van Gold un Demant un had eene grote goldne Kroon up un up beiden Siiden bi eer daar stunden sös Jumfern,  ümmer eene eenen Kops lütjer as de annre. „Ach, sed de Mann, bist du nu König?“ – „Ja, sed se, ick bin König.“ Un as he eer so ne Wile anseen had, so sed he: „ach Fru! wat lett dat schön, wenn du König bist, nu willn wi ook nich meer wünschen.“ – „Nee Mann, sed se, mi duurt dat all to lang, ick kan dat nich meer uthollen, König bin ick, nu möt ick ook Kaiser warden!“ – „Ach! Fru, sed de Mann, wat wullst du Kaiser warden?“ – „Mann, sed se, ga tum Butt, ick wull Kaiser sin“ – „Ach Fru, sed de Mann, Kaiser kan he nich maken, ick mag den Butt dat nicht seggen.“ – „Ich bin König, sed de Fru, un du bist min Mann, ga gliik hen!“ Da ging de Mann weg, un as he so ging, dacht he: „dit geit un geit nicht good, Kaiser is to utverschamt, de Butt ward am Ende möde.“ Mit des kamm he an de See, dat Water was gans swart un dick, un et ging so een Keekwind äver hen, dat dat sik so köret; daar ging he staan un sed:
„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Mine Fru, de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
„Na wat will se denn?“ sed de Butt. – „Ach sed he, min Fru will Kaiser warden.“ – „Ga man hen, sed de Butt, se is’t all.“ Daar ging de Mann hen, un as he daarkamm, so satt siine Fru up eenen seer hogen Troon, de was van een Stück Gold, un had eene grote Kroon up, de was wol twee Ellen hoch, bi eer up de Siiden dar stunnen de Trabanten, ümmer een lüttjer as de anner, von den allergrötsten Risen, bett to den lüttsten Dwark, de was man so lang, as miin lüttje Finger. Vor eer dar stunden so veele Fürsten un Graven, da ging de Mann unner staan, un sed: „Fru! bist du nu Kaiser?“ – „Ga, sed se, ick bin Kaiser.“ – „Ach! sed de Mann, un sach se so recht an, Fru wat lett dat schön, wenn du Kaiser bist.“ – „Mann, sed se, wat steist du daar, ick bin nu Kaiser, nu will ick äwerst ook Papst warden.“ – „Ach! Fru, sed de Mann, wat wist du Pabst warden, Pabst is man eenmal in de Christenheit.“ – „Mann, sed se, ick möt hüüt noch Pabst warden.“ – „Ne Fru, sed he, to Pabst kan de Butt nich maaken, dat geit nich good.“ – „Mann, wat Snak, kan he Kaiser maken, kan he ook Pabst maken, ga fuurts hen!“ Daar ging de Mann hen, un em was gans flau, dee Knee un de Waden flakkerten em, un buten ging de Wind, un dat Water was, as kaakt dat, de Schep schoten in de Noot un dansten un sprungen up de Bülgen, doch was de Himmel in de Midde noch so’n beeten blag,  awerst an de Siden, daar toog dat so recht rood up as een swaar Gewitter. Dar ging he recht vörzufft staan un sed:
„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Mine Fru, de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
„Na, wat will se denn?“ sed de Butt. – „Ach! sed de Mann, miin Fru will Pabst warden.“ – „Ga man hen, sed de Butt, se is’t all.“
Daar ging he hen, un as he daar kamm, satt sine Fru up eenen Tron, de was twee Mil’ hoch, un had dree groote Kroonen up, un um eer da was so veel van geistlike Staat, un up de Siden bi eer, daar stunden twee Reegen Lichter, dat grötste so dick un groot as de aller grötste Torm, bet to dat alle lüttste Köten-Licht[3]. „Fru, sed de Mann, un sach se so recht an, bist du nu Pabst?“ – „Ja, sed se, ick bin Pabst!“ – „Ach! Fru, sed de Mann, wat lett dat schön, wenn du Pabst bist; Fru, nu wes tofreden, nu du Pabst bist, kanst du nix meer warden.“ – „Dat will ick mi bedenken, sed de Fru, daar gingen see beede so Bed, awerst se was nich tofreden un de Girigkeit leet eer nich slapen, se dacht ümmer, wat se noch wol warden wull. Mit des ging de Sünn up; ha, dacht se, as se se ut den Finster so herup kamen  sach, kann ick nich ook de Sünn upgaan laten?“ daar wurd se recht so grimmig, un stödd eeren Mann an: „Mann ga hen tum Butt, ick will warden, as de lewe Gott!“ de Mann was noch meist im Slaap, averst he verschrack sich so, dat he ut den Bed feel. „Ach! Fru, sed he, gaa in di un bliw Pabst.“ – „Ne, sed de Fru, un reet sich dat Liivken up, ick bin nich ruhig, un kan dat nich uthollen, wenn ick de Sünn un de Maan upgaan see, un kan se nich ook upgaan laten, ick möt warden, as de lewe Gott!“ – „Ach Fru, sed de Mann, dat kan de Butt nich, Kaiser un Pabst kan he maken, awerst dat kan he nich.“ – „Mann, sed se, un sach so recht gräsig ut, ick will warden as de lewe Gott, gaa gliik hen to’m Butt.“
Dat fuur den Mann so dörch de Gleder, dat he bewt vör Angst; buten awer ging de Storm, dat alle Böme un Felsen umweigten un de Himmel was gans swart, un dat dunnert un blitzt; daar sach man in de See so swarte hoge Bülgen as Barg’ un hadden baben all eene witte Kroon von Schuum up, da sed he:
„Mandje! Mandje! Timpe Te!
Buttje, Buttje in de See!
Mine Fru de Ilsebill,
Will nich so, as ick wol will.“
„Na wat will se den?“ sed de But. – „Ach! sed he, se will warden as de leve Gott.“ –  „Gah man hen, se sitt all wedder in’n Pißpott.“ Daar sitten se noch hüt un dissen Dag.




April 03, 2015

Weil ...

mir Fischers Fritzeline noch immer im Kopf herum spukt, gibt es ein neues Aquarell mit ihr.


Weil - heute endlich wieder die Sonne scheint - auch wenn wir am Mittag noch im Regen im Wald unterwegs waren, habe ich endlich meine Vögel fliegen lassen.


Und weil die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen, ist in meinem Schatzkästchen heute der Fuchs als Hochstapler unterwegs. 

Hochstapler

Die Wachteln ließ er laufen, sie schienen ihm gar zu filigran. Den kleinen Eierchen jedoch mochte er nicht widerstehen :)



Ganz klar, Ostern steht mit einem Fuß in der Tür, und ist somit verantwortlich für diese Frühlingsimpressionen. Wir haben bunten Osterputz veranstaltet, Brot gebacken und Ostereier gefärbt - nun werden wir ganz entspannt ins Fest gehen, mit lieben Gästen und sicherlich auch schönem Wetter.

Habt Ihr schöne Dinge geplant und Vorbereitungen getroffen? Gebacken und gefärbt?
Ich wünsche Euch allen noch friedliche und schöne Zeiten für Eure Vorbereitungen und natürlich von Herzen ein wunderschönes und buntes Osterfest!

Habt es fein und seid herzlich gegrüßt, aus dem Blauen Haus - von

Eurer Erika







Februar 17, 2015

Vom Frühling

träume ich gerade täglich. Mit Husten und Halsschmerzen schnupfe ich mich durch die Tage. Noch hat es Minusgrade bei uns und doch gibt es einige Unverfrorene im Garten, die der Kälte trotzen.


Ich wünsche Euch eine schöne und gesunde Woche.
Habt es fein !

Eure Erika







Februar 12, 2015

Das Kleine Volk

ist wieder unterwegs und schaut überall nach dem Rechten.




 Was hat der Winter mit den Gärten gemacht. Sind noch alle Bäume und Pflanzen da,


oder gibt es, wie in unserem Vorgarten, den Verlust einer alten Zeder zu beklagen.


Sie war viele Jahre ein gutes Zuhause für Vögel, Rosen und Käfer. Anfang Januar wurde sie Opfer eines Sturmes. Nun hinterläßt sie eine große Lücke, die es vorsichtig und liebevoll zu schließen gilt.


Sie erzählt die ewige Geschichte vom Werden und Vergehen. Von Abschied und Neubeginn. Und immer öfter habe ich den Eindruck, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Geschichten ist. Die helfen, unser Leben zu erklären, es in einen Kontext zu bringen. 

Ich verlinke das Posting vom Kleinen Volk zur Art Journal Journey AJJ deren Thema im Februar Birds, Beasts and Humans (Vögel, Tiere& Menschen) ist. Vielen Dank, liebe Susi und Valerie, für diese schöne Möglichkeit des Teilens!



Seid herzlich gegrüßt und habt es fein, mit dieser kleinen Geschichte - und mit  Euren Geschichten. Die ich so gerne auf Euren Blogs lese. 


Eure Erika





Januar 07, 2015

Color Blocking

ist das Januar-Thema bei Piarom. Auch ihre Challenge geht in ein neues Jahr
 und ich freue mich, daran teilnehmen zu können. 
Danke, liebe Conny!



Nach dem "strengen" Gesicht hatte ich das Bedürfnis, noch ein wenig zu spielen, sozusagen ohne Begrenzungen zu malen. 


So ist dieses Frauenzimmer auf das Papier getropft. Ein wenig so, wie der Regen, der anstelle von Schnee vom Himmel fällt.

Habt eine schöne Zeit! Vielleicht mit Schneeflocken? 


Eure Erika










Januar 02, 2015

Die Art Journal Journey

geht in ein neues Jahr, in eine neue Runde. Vielen Dank den beiden Gastgeberinnen Susi und Valerie.


Das Thema im Januar ist "Inspiriert von den Meistern". Ich habe mir Joan Miró ausgesucht, weil mich seine Formensprache sehr anspricht. Was soll ich sagen, es sieht wie immer leichter aus, als es ist. Frei und beschwingt kommt Mirós Werk daher und ich habe mich wirklich schwer getan. Vielleicht weil es am Format meines Journals liegt, das ja klein ist ...












Im Internet habe ich ein Zitat von Miró gefunden, welches wie ein Geheimnis über seiner Arbeit schwebt:


" Eines geht ins andere über. Alles bildet eine Einheit. Es gibt keine Domäne, die verschieden ist von anderen. Alles ist miteinander verkettet."



Seid herzlich gegrüßt, in eine neue Woche, in ein Neues Jahr


Eure Erika