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Mai 20, 2025

Eine düstere Reise durch Magie und Geschichte

 Heute möchte ich euch wieder mitnehmen auf meine Reise durch Bücherwelten. Kai Meyers "Faustus"-Trilogie entführte mich in die faszinierende und düster dargestellte Welt des 16. Jahrhunderts. Hier wird das Leben bestimmt durch Magie, Alchemie und theologische Konflikte. Meyers Interpretation des Faust-Stoffes besteht aus den Bänden "Der Engelspakt", "Der Traumvater" und "Die Engelskrieger". Meyer hält sich nur wenig an die historischen Fakten des Dr. Faustus, der ja tatsächlich gelebt und nicht nur Goethe zu einem Werk inspiriert hat. Ich denke Meyers Buch ist eine interessante und actionreiche Perspektive auf die Legende des Doktor Faustus.


Im Mittelpunkt der Erzählung stehen natürlich der berüchtigte Magier Dr. Johannes Faustus und sein „Zauberlehrling“ Christof Wagner, der in der Geschichte häufig als Erzähler fungiert. Gemeinsam geraten sie in einen Strudel aus Intrigen, Verfolgungen durch die Inquisition und Begegnungen mit übernatürlichen Wesen. Meyer verwebt historische Begebenheiten und Persönlichkeiten der Renaissance mit Fantasy-Elementen. Das schafft einen dichten und atmosphärischen Hintergrund für seine Abenteuer.

"Der Engelspakt" legt den Grundstein für die Trilogie und führt die Hauptfiguren ein, die sich auf einer gefährlichen Flucht befinden. Faustus wird als ein charismatischer, aber auch zwielichtiger Abenteurer und Schwarzkünstler dargestellt. Die Dynamik zwischen dem erfahrenen, oft zynischen Faustus und dem jüngeren, idealistischeren Wagner treibt die Handlung voran.

"Der Traumvater" setzt die Reise fort und vertieft die Mysterien und Konflikte. Die Charaktere entwickeln sich weiter, während sie neuen Bedrohungen und moralischen Zwickmühlen begegnen. Meyer stellt die brutalen und unbarmherzigen Aspekte dieser Ära dar, was der Geschichte eine zusätzliche Ebene, bzw. Intensität verleiht. Auf Folterszenen kann ich persönlich gut verzichten aber vielleicht sind sie wichtig, um die Grenzen zwischen Gut und Böse zu beschreiben.

Mit "Die Engelskrieger" findet die Trilogie ihren Abschluss. Die Einsätze werden höher, und die Konfrontationen erreichen einen scheinbar epischen Maßstab. Die übernatürlichen Elemente, insbesondere die Rolle von Engeln und Dämonen, treten stark in den Vordergrund und führen zu einem packenden Finale, das die zentralen Fragen der Reihe auflöst.

Wenn ihr historische Romane mögt und Fantasy, seid ihr bei diesen drei Büchern gut aufgehoben. Ich hätte mir allerdings noch ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht und insbesondere etwas mehr Liebe zum Detail zu Dr. Faustus selbst. Mein Fazit: Die Bücher sind unterhaltsam aber für mehr Informationen und Tiefe der Figuren muss ich selber recherchieren. 


Ein Buch für den Nachttisch ist "Faustus" gewiss, doch wir sollten unbedingt die Leseperspektive verlassen und draußen die schönen Frühlingstage genießen. Auf unserer Hunderunde entdeckten wir Bienenvölker am Rapsfeld.



Mein Lieblingsbaum im Frühling, ist der Weißdorn. Ebenfalls auf diesem Weg stehen uralte, knorrige Bäume und strecken ihre Blüten allem was summt und brummt entgegen. Aus Blüten und Blättern kann man wunderbaren Tee zubereiten, der Herz und Kreislauf stärkt und unterstützt. 







Mai 17, 2025

Ein Netzfund zum Thema "Alte Bienen"

und ein paar Gedanken dazu ...

Wusstest du,  dass die kleinen Bienen, die man abends hin und wieder auf Blumen sitzen sieht, alte Bienen sind?

Alte und kranke Bienen kehren am Ende ihres Tages nicht in den Bienenstock zurück.

Sie verbringen die Nacht auf Blumen. Und wenn sie die Chance haben, einen weiteren Sonnenaufgang zu erleben, nehmen sie ihre Aktivität wieder auf, indem sie Pollen oder Nektar in die Kolonie bringen.

Man sagt: Sie tun das und spüren, dass das Ende naht.

Keine Biene wartet darauf, im Bienenstock zu sterben, um die anderen nicht zu belasten.

Also, das nächste Mal, wenn du eine alte kleine Biene siehst, die auf einer Blume sitzt, während die Nacht sich näherkommt, danke der kleinen Biene für ihren lebenslangen Dienst.

 Verfasser/ Verfasserin unbekannt


Als ich diese Zeilen gelesen habe, wurde ich traurig. Wir wissen so wenig über die Wesen, die uns umgeben. Wir gehen so selbstverständlich von unseren Einstellungen und Meinungen aus, dass nur wenige sich Gedanken machen über das Unbekannte. Ich fragte mich, ob Bienen einen Wunsch nach Freiheit in sich tragen, so wie wir diesen Begriff verstehen. Oder ob sie unter dem Wort eine Freiheit nicht nur im äußeren Sinne, sondern vor allem in jenem stillen, eigensinnigen Raum meinen, den man Selbst nennen könnte. 

Vielleicht möchten sie nicht immer Teil eines Bienenvolkes sein, das ihre Aufgaben, ihre Lebensspanne und das übrige Leben bestimmt. Vielleicht haben sie tief in ihrem Inneren den Wunsch nach Freiheit, der aber im Verborgenen liegt, wie ein Same der in frostiger Erde ruht. 

Wahrscheinlich fragen sie nicht nach ihrer Bestimmung, sondern handeln so, wie es ihrer Art entspricht. Mit stiller Entschlossenheit stellen sie sich täglich den Rätseln, die sich ihnen offenbaren. Vielleicht sind sie Wanderinnen zwischen den Welten. Und wer weiß, vielleicht dürfen sie sich ja entscheiden. Zwischen der Welt, in die sie hineingeboren wurden oder der Welt, die Freiheit verspricht.