Sonntag, 16. Juni 2019

Normal zu sein


                          .... sei das Ideal der Mittelmäßigen, meint C.G. Jung. 


Ich meine, dass ein gewisses Maß an Normalität für unser Leben wichtig ist, ihm einen "Grund" gibt. Jeden Tag große Gefühle zu erleben oder  immerzu über- oder unterfordert werden, ist kein guter Zustand. Es kommt auf das Mass an, das wusste schon Paracelsus. Eben doch die eigene Mitte finden. 


Am Ende eines Tages und einer Woche, mag ich still werden. Ich mag sehr, die vergangenen Tage reflektieren, eine Tasse Kaffee oder Tee trinken, mich mit schönen Düften umgeben und dem Singen der Vögel zu lauschen ...


 Schaue mir an, welche Gedanken zu einer Collage geworden sind,  





...  und welche noch darauf warten, eine zu werden. 


Ich gehe durch meinen Garten und besuche Pflanzenfreundinnen und andere Seelen, auf ein paar Gedanken, ein Schwätzchen ...



Überlege, wie man Naturwunder in einem Bild festhalten kann. Und komme doch regelmässig zu dem Schluss, dass mein begrenztes Mensch sein nicht ausreicht, um diese Schönheiten auf Papier festzuhalten.


(Sehr prosaisch entstand jedoch erst einmal Gelee.) 





Ein Stück weiter hat der Jasmin seine weißen Blütenblätter, die wunderbar duften, auf Samiras Grab rieseln lassen. Steht man direkt davor, sehen sie aus wie Schneeflocken. Lieblicher Blütenschnee, der eine zauberhafte Atmosphäre schafft.  



Manchmal denke ich an ein Zitat von Sigmund Freud. Er war der Ansicht, dass "die Funktion der Kunst darin bestehe, aufzubauen. Wir bauen immer wieder auf, auch wenn die Gefahr des Zusammenbruchs bestehe" (Sigmund Freud.) 
Für mich bedeutet dies, dass es ein wertvoller Bestandteil des Lebens ist, dieses Aufbauen. Dass das Leben (und wir) sich immer wieder aus sich selbst heraus erneuert, sich selber gestaltet, aufbaut. 

Vielleicht sollte ich mich doch an ein Rosenaquarell wagen ...











Sonntag, 9. Juni 2019

Muße


Heute habe ich die Muße, um an einer Collage zu arbeiten. In China sagt man: "Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein."



Auf gestricktem Stoff treiben Schiffe in Stapeln. Eines schien mir nicht ausreichend, um an die Bedeutung von Wegen und die damit kommenden Beförderungsmittel zu erinnern. 




Meine Schiffe treiben noch in einem Nebelwald mit Wildschwein. Doch das Schwein als Sinnbild für Stärke, Fruchtbarkeit und Glück, eine Erscheinungsform der Großen Göttin des Matriarchats, leitet es sicher. 








Segne deine Wege

Schritt für Schritt, mit Achtsamkeit

Mit der inneren Haltung 

Vertrauen und Freude

Höre deine innere Stimme



ENT




Sonntag, 2. Juni 2019

Ein Tag in meinem heilenden Garten

beginnt in diesen Tagen mit einem Blick in den Vorgarten. Er präsentiert sich noch fast rosenblütenlos, hat aber eine kleine Neuerung ... 



... in Form eines Minitomatenbeetes erfahren. 
Die Tomate findet auch als Heilkraut Verwendung. Sie stärkt das Immunsystem und ist hilfreich für unsere Verdauung. Sie reinigt das Blut und hilft deshalb zur Vorbeugung gegen Gefäßerkrankungen. Der Vitamin E-Gehalt der Tomate hilft bei der Reinigung und Wiederherstellung unserer Haut. Sie ist reich an Karotin und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Magnesium. 
Für mich ist sie darüber hinaus, innerhalb meines Speiseplans eine leckere und kalorienarme Freude, die fast täglich auf meinem Teller liegt.. 

Heute ist der erste heiße Tag des Jahres. Während der letzten Wochen hat es häufig geregnet, in der Nacht noch mit Minusgraden und meine geliebten Historischen Rosen an der Südseite des Hauses, sind mit Mehltau befallen. Ich habe zur Stärkung eine Kräuterbrühe mit Brennnesseln und Knoblauch angesetzt, die der schönen Rose hoffentlich gut tun wird.


Die Apothekerrosen haben die Wetterkapriolen besser überstanden. Die Blüten sind noch klein, aber ich freue mich schon auf das Hagebuttenmus, das ich im Herbst wieder einkochen werde.  


Ghislaine de Feligonde, eine gelbblühende alte Rosensorte, wagt sich auch nur zaghaft aus ihrer Blütenruhe. Sie hat wie viele andere Gartenbewohnerinnen auch, die langen kalten Tage schlecht überstanden.  


Frau Fingerhut zeigt sich dieses Jahr ebenfalls als Solistin und eher zart. Dabei wären einige mehr ihrer Art sehr willkommen, denn das Elfenvolk nutzt die kleinen Hütchen gerne als Kopfbedeckung. Anwendung findet Digitalis purpurea bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Oedemen (Wasseransammlungen) etc.


Im Sanddorn summt und brummt es dagegen von früh bis spät ...


Bisher habe ich die gesunden Beeren nicht verarbeitet. Es hat sehr starke lange Dornen, die es einem wirklich schwer machen, an die  Früchte zu gelangen. Deshalb habe ich sie gerne den Vögeln überlassen. Die wissen ihren hohen Gehalt an Vitamin C und B12 zu schätzen. Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen leisten sie gute Dienste. Sie sind  entzündungshemmend und leicht desinfizierend, weshalb sie bei der Behandlung von Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzemen Anwendung finden.


Hinter dem Haus wohnt eine Geißblattfrau. Sie ist die 16. der Bach Blüten-Pflanzen mit dem Namen Honeysuckle. Edward Bach (1836-1936) beschreibt sie als die Pflanze der Menschen, die in der Vergangenheit leben. Die nicht loslassen können, die in Trauer leben, bzw. verharren. Die Bachblüte Honeysuckle wird mit den Worten "Wehmut" und "Nostalgie" assoziiert. Deshalb wird Honeysuckle gegeben, um diese Zustände zu überwinden,  um weiter zu gehen, den tieferen Sinn einer Erfahrung zu akzeptieren.





In meinem heilenden Garten ist natürlich Raum für Entspannung, kreatives Nichtstun, Träumen ... Dafür steht das Bild mit meiner Marie. Sie ist, so wie ich,  gerne im Garten unterwegs. Gerade fragt sie mich, warum ich nichts über den Baum der Holle, die Petersilie oder den Frauenmantel, Alchemilla, schreibe. Besonders über Alchemilla, die nach ihr sozusagen, Marienblümli, Marienkraut, Liebfrauenmantel und noch einiges mehr genannt wird. 
Über diese schreibe ich im nächsten Post. 


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In Dankbarkeit und Wertschätzung für alles was ist.



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PS: "Leben alleine ist nicht genug. Sonne, Freiheit und eine kleine Blume braucht man auch".

Hans Christian Andersen











Sonntag, 10. März 2019

Unter anderen

Es war irgendwann nach Weihnachten, als ich das Buch "Origin" von Dan Brown gelesen habe. Er hat seinen  Protagonisten  im Guggenheim Museum in Bilbao (unter anderen) Worte, die Worte der Wortkünstlerin Jenny Holzer, lesen lassen:

Ich vergrabe meinen Kopf … 
ich begrabe deinen Kopf … 
ich begrabe dich.

Jenny Holzer


Sie haben mich berührt. Und so sind sie zuerst in meinem Tagebuch gelandet (unter anderen) und nun hier, in meiner Collage (unter anderen).






 







Links zu Jenny Holzer und dem Guggenheim-Museum Bilbao:

wikipedia.org/wiki/Jenny_Holzer
wikipedia.org/wiki/Guggenheim-Museum_Bilbao