Montag, 20. November 2017

Es dauert ja derzeit eine Weile,

 bis ich neue Projekte im Bloggerland mitbekomme. Bei lieben Blogfreundinnen habe ich Kunstwerke bewundert, die  an  Holunders "Eye Poetry"  teilnehmen. Lyrik und Literatur liebe ich - deshalb gefällt mir die Idee der "Lyrik fürs Auge, bzw. "Literarisches für das Auge umgesetzt" sehr. Die kreative Herausforderung für Oktober/ November ist ein Haiku von Fujiwara no Sadaie.


Verstreute Blüten
Jagt vor sich her und holt ein
Der jähe Sturmwind


Andrea ermunter dazu, den Weg, die Idee zum fertigen Werk zu dokumentieren. Hier zeige ich Euch nun meinen Weg zum Bild. Meine Idee waren nicht Blüten, sondern (Herbst)Blätter, die der Wind vor sich her treibt.



Mit Acrylfarben habe ich Blätter auf Stoffmuster gestempelt. Mein Symbol für diese Jahreszeit. Die Natur zieht sich zurück, die Tage werden kürzer. Gedanken zu Vergänglichkeit und Abschiednehmen, Loslassen und Sterben tauchen auf.









Nach dem Trocknen habe ich die Blätter ausgeschnitten und auf der grundierten Leinwand ausgebreitet. Für die Blätter habe ich Erdtöne gewählt. Der Hintergrund wurde blau - der Himmel als Erinnerung an die Sommertage, als die Blätter noch grün waren. 

Die Spirale als Symbol für den Reigen der Jahreszeiten, den wiederkehrenden Jahreskreis.  






Nun noch eine "kleine" Bilderflut von Marie. Sie ist vor gut einer Woche  bei mir eingezogen. Adoptiert habe ich sie über einen Rumänischen Tierschutzverein. Sie ist unglaublich klein, quirlig (deshalb sind die Fotos unscharf) und sehr liebevoll. 








Bei den Newslichtern habe ich ein schönes Zitat von Astrid Lindgren  gesehen, das prima zu ihr passt:




















Dienstag, 7. November 2017

Es gibt diese Novembertage

da scheint alles grau. Es regnet, nicht nur der Himmel ist grau, und von der Farbenpracht des Goldenen Herbstes ist nichts zu sehen oder zu spüren. Dann ist es Zeit für einen Bummel durch Lüneburg.



Zeit für das Rot der Klinker, die Herbstfarben der Gehwege, das  Moosgrün an Wänden und Dächern. Farben einer Stadt.



Mein Weg führt mich zu St. Nicolai, im Wasserviertel der Lüneburger Innenstadt. Fast versteckt, hinter anderen Häusern, fällt mir im Winter stets ihr beleuchteter Kirchturm auf.


Auch heute entdecke ich Lichter, die von Draußen nicht sichtbar waren.


Die Lampen im Kirchenschiff leuchten freundlich und führen den Blick hinauf,


zum Sternengewölbe mit den achtzackigen Sternen.


Achtsam laufe ich auf uralten Mustern

die hinführen zu einem besonderen Raum.



Den Raum der Stille, in der Krypta. 
Ich laufe weiter durch enge Gassen


 vorbei an Lüneburgs größtem Platz, dem Sande. Und weil heute Zeit für Kirchen zu sein scheint, 



weiter zur Kirche St. Johannis, die sich mit einem Luthertor schmückt.





Vom Bahnhof kommend, war sie mir einst ein Gruß zu jedem Arbeitstag.


Ich mache einen Abstecher an die Ilmenau, Lüneburgs Fluß -


und bin verzaubert, von der Idylle, die sich inmitten der Stadt einfach so der Betrachterin öffnet. 


  
Im Ostpreussischen Landesmuseum findet ein Museumsmarkt statt. Die Adventszeit ist nahe und überall finden Märkte statt. Diesen besuche ich heute gerne.



  Lasse mich finden von zwei antiquarischen Büchern zum Thema Pommern, der Heimat meiner Mutter. Auch kaufe ich warme, handgestrickte Socken für kalte Herbsttage. 

Wieder Zuhause begrüßt mich der herbstliche Garten und ich bin froh, 



über die warmen Socken, die ich gekauft habe und die nun zusammen mit den neuen Büchern auf meinem Nachttisch liegen.