Posts mit dem Label #Briefmarkenjahr2024 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #Briefmarkenjahr2024 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Februar 19, 2024

Ein stiller Februar

begleitet meine Tage und Abende. Es ist Lesezeit, Zürückziehzeit und irgendwie Wartezeit. Im Garten sprießen erste Krokusse und an vielen Zweigen treiben Knospen aus. 


Es gibt - noch - nur wenige entspannte Stunden im grün-braunen Garten, der an sonnigen Tagen so einladend und vertraut ist, dass man die Kälte vergessen und sich an die Arbeit machen möchte. Ein neues Gartenjahr steht in den Startlöchern und es wird nicht lange dauern, bis alles blüht und frisches Grün die Beete füllt.  

Gerne ziehe ich mich in mein Zimmer zurück und lese. Viele Bücher sind eingezogen und zum Teil gelesen. "Babel", beispielsweise von R.F. Kuang, das die Büchergilde in einer schönen Ausgabe herausgegeben hat. Ein Roman über die Magie der Sprache(n), über das Leben junger Menschen, die an der Gewalt der Kolonialpolitik der Briten, im 19. Jahrhundert verzweifeln und ihren Widerstand. 


Und "Das verborgene Leben der Farben" von Laura Imai Messina. Besonders dieses Buch hat mein Herz erobert. Die Autorin erzählt vom Leben und von der Liebe einer Frau, die Farben anders wahrnimmt, als wir gewöhnlich Sehenden. Immer wieder haben mich schöne Gedanken und Sätze entzückt und ich werde das Buch noch einmal lesen, denke ich.


Dazwischen klebe ich Collagen in meinem "Briefmarkenbuch". Ich merke aber, dass die Bücher gerade eine stärkere Sogkraft entwickeln und gebe mich dem gerne hin. 









Bevor ich in den Tag starte, möchte ich meinem Posting noch ein 
Alt-Japanisches Gedicht hinzufügen:


"Die Jahre vergehen,
das Alter häuft sich,
doch der Anblick der Rosen
befreit mich von allen Sorgen."







Januar 16, 2024

Mini-Faltbüchlein

 

Für das Briefmarkenjahr von Frau Nahtlust  habe ich in dieser Woche ein Leporello gefertigt. Dazu habe ich den vorgegebenen Text, von Joachim Ringelnatz, "der Briefmark", ausgedruckt und ziehharmonikaartig zwischen zwei Briefmarken, die als Mini-Buchdeckel fungieren, geklebt. 










Ein "Zuhause" fanden die beiden im dafür vorbereiteten Buch:




Der Text: 

Ein männlicher Briefmark erlebte was Schönes,

bevor er klebte.

Er war von einer Prinzessin beleckt,

da war die Liebe in ihm geweckt.


Er wollte sie wiederküssen, 

da hat er verreisen müssen. 

So liebte er sie vergebens. 

Das ist die Tragik des Lebens. 


(Joachim Ringelnatz)