Sonntag, 19. September 2021

Rostiges Bündel

Beim Wort genommen, habe ich der Müllerin Mittwochsmix-Thema im September. Gefühlt läuft einem im Garten ja jede Menge Rost über den Weg. Als ich jedoch danach suchte, war es nicht wirklich viel. Ich habe eine Mullkompresse in Essigwasser getaucht und um das Metall meiner rostigen Laube gewickelt. 



Das Ergebnis war nich wirklich überzeugend. Es waren kaum Rostflecke bzw. Verfärbungen auf dem textilen Untergrund zu sehen. Nichts, was mich überzeugt hätte. Ich legte das Ergebnis auf den Tisch und wartete. Dann sah ich ihn wieder, den Rost im Garten und er blätterte mir förmlich entgegen. 



Ein Laternenhalter aus Eisen bot sich nun an. Die rostigen Teilchen ließen sich leicht entfernen und nun - im neuen Leben - zu einem Bündelchen formen. Zu einer Minicollage.



Die Farben passen so schön in diese Jahreszeit. Alles wirkt weicher und kündet schon von der kommenden Jahreszeit. Morgen ist Herbst TagundNachtgleiche, Mabon. Die Tage und Nächte haben wieder die gleiche Länge. Es beginnt die Zeit der Rückbesinnung auf uns selbst, als Vorbereitung auf den kommenden Winter.







Mehr rostige Bündel findet ihr bei Michaela:





Ich bin wieder beim Collagen machen mit Textilien, anderen Materialien und Mischtechniken angekommen. Mein Format ist nun kleiner, ca. DIN A 5 und diese Größe empfinde ich als sehr schön zu gestalten. Ich möchte mir auch wieder ein Rauhnachtbüchlein binden. Die Papiere habe ich zum Teil schon hier. Darüber schreibe ich dann beim nächsten Mal.


Sonntag, 16. Mai 2021

Die Puppenmitmacherei 2021


Ich freue mich so! Maria von Mariengold und Caro von Naturkinder starten in diesem Jahr wieder eine Puppenmitmacherei. 




 Das finde ich so ausgesprochen schön und möchte euch deshalb Maria´s und Caro´s Seite ans Herz legen: 

Link zu Maria, von Mariengold

Link zu Caro, von Naturkinder

Vielen lieben Dank, euch beiden. Es ist großartig, dass ihr diese schöne Aktion wieder aufleben lasst. 

(unbeauftragte und unbezahlte Werbung)


Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Stoffpuppe genäht und bekleidet habe. Und der schöne Prozess des Ideensammelns hat mich voll im Griff. Ich habe Stoffe für viele Puppen im Schrank und trotzdem juckt es mich in den Fingern, das eine oder andere schöne Stöffchen zu erstehen. 


Die Puppe möchte ich dieses Mal in "Naturtönen" bekleiden. Mit bunten Stoffen habe ich einige Erfahrungen gesammelt und denke, dass es nun an der Zeit ist, mit gedeckteren Farben zu spielen. Ich habe das Empfinden, dass ich so den natürlichen Charakter einer genähten Puppe, die mit Schafwolle gefüllt ist, gut zur Geltung bringen kann. 


Die Haare sollen dunkelbraun werden. Das ist auch neu bei meinen Puppen. In der Vergangenheit waren sie meistens Rot, in unterschiedlichen Varianten. Gerade stelle ich mir die Frage, ob das jetzt ein Zeichen für mein zunehmendes Alter ist, oder ob es anderen äußeren Umständen geschuldet ist. 

Den Puppenkopf möchte ich filzen und ausprobieren, ob dazu ein eher schlanker Körper passt oder es bei der bisherigen Variante bleibt.


Am Smstag habe ich im Buchladen ein paar Sorgenpüppchen entdeckt. Es sind winzig kleine Püppchen, gefertigt in Guatemala. Die Geschichte, die dazu überliefert ist besagt, dass die Maya aus Guatemala, wenn sie Sorgen hatten, diese ihren Sorgenpüppchen erzählten. Die Püppchen müssen dann in der Nacht unter das Kopfkissen gelegt werden. Am nächsten Morgen sollen alle Sorgen verflogen sein.


Es sind sehr einfach gefertigte Püppchen, die mit den Stoffpuppen, die in der Art einer Waldorfpuppe gefertigt werden, kaum eine Ähnlichkeit aufweisen. Beim näheren Hinsehen offenbaren sie aber das, was Puppen für viele so anziehend macht. Sie haben winzig kleine Körper, Gesichter aus Papier, auf denen die Augen gerade so als Punkte zu sehen sind. Die Kleidung besteht aus Fäden, die um Arme und Beine gewickelt wurden und aus winzig kleinen Stoffröckchen. Aber es sind eindeutig Puppen. Und irgendwie berühren sie mich. Ob ich den Kleinen aber meine Sorgen erzählen möchte? Nein, sicher nicht. Aber sie bekommen einen kleinen Ehrenplatz in meiner Puppensammlung.


Ich wünsche euch eine gute Zeit und eine schöne neue Woche. Und vielleicht fällt euch ja auch einmal ein Sorgenpüppchen zu ... nur für alle Fälle.




Freitag, 26. Februar 2021


Danke euch, ihr Lieben! Die ihr mich immer wieder besucht und mir damit eine Freude macht. So viele Dinge sind geschehen - aber auch wieder nicht, jedenfalls im Aussen (nicht).

Da gibt es vieles zu reflektieren, in mir und um mich herum ... also Leben - wenn auch häufig leise - pur. Die Tage sind schon um so vieles länger geworden, das beflügelt mich, z.B. im Garten und in meinem Studium. Es macht mich aber auch aufmerksam darauf, dass so vieles, das ich wissen und lernen möchte Schritt für Schritt gewonnen sein will, damit es sich nicht im "Dunkel" der vielen Eindrücke verflüchtigt. 

Deshalb für euch und mich ein ganz realer Gruß aus meinem Garten:



Es ist tatsächlich auch hier bei uns Frühling geworden. Teilweise noch mit Kälte, doch das ist okay, Es ist eben Ende Februar. 

März steht vor der Tür und meine Orakelkarten haben mir gezeigt, dass Lebensfreude, Gefühle, Lebenslust und Schönheit meine Weggefährten sein werden. Ich freue mich sehr darüber , da der März auch mein Geburtsmonat ist. 

So lasse ich mich beflügeln und inspirieren und darf  gespannt sein auf eine baldige gute Woche Urlaub. Der ist mir hochwillkommen, da durch meine Erkrankung nicht nur im Haushalt einige (viele)  Dinge liegen geblieben sind. 



So heißt es vielleicht, "jonglieren" mit dem was da ist, mit den Möglichkeiten, die die Sonne schickt. Wie z.B. hier die Hasel, die von einem Tag auf den anderen ihre Kätzchen ins Leben schickte. Nur unzureichend von mir mit der Kamera eingefangen. Aber das ist auch nichtwirklich nötig. Die die gemeint sind, an diesem Reigen teilzunehmen, summen und brummen schon mit Freude um sie herum.


Alles Liebe euch!


Sonntag, 13. Dezember 2020

Es werde Licht

 

Heute wird das Lichterfest Santa Lucia gefeiert. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders in unseren Breiten, galt dieser Tag als kürzester Tag des Jahres. Die Wintersonnenwende wurde also am 13. Dezember gefeiert.  Wer wissen möchte, wie Lucina und die Percht ihren Segen bringen, möge dies gerne auf  artedeas Blog entdecken. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung: https://artedea.net/). Hier wird u.a. auch anschaulich beschrieben, wie die Kirche seinerzeit (ihrerzeit) "alte Göttinnen" in ein neues, christliches Gewand gezwungen hat. 




Meine Vorbereitungen für die Weihenächte, sind gut gediehen. Ich habe mir Lese- und Hörstoff besorgt, den ich sehr mag. Cornelia Funkes "Reckless - Band 4" (unbeauftragte und unbezahlte Werbung), liegt seit gestern auf meinem Bücherstapel. In das Hörbuch habe ich bereits hinein gehört und es ist wie ein Wiedersehen mit guten, alten Bekannten. Fuchs, Jacob, Will, der Bastard und der Spieler ... Eigentlich ein Lesestoff für Kinder und Jugendliche, zieht es mich seit Jahren immer wieder in die Spiegelwelt.


Oder ich schaue bei Charles Dickens vorbei. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung.) Und lasse mich verzaubern von seiner Weihnachtsgeschichte.

Dazu habe ich Wolle vorbereitet, mir ein paar neue Nadeln gekauft und werde damit zu den Feiertagen ein neues Tuch beginnen. Ein Wintertuch.



Da mich auch das Bärenfieber, pünktlich zur Jahreszeit gepackt hat, sitzen ein paar mehr in meinem Puppenmacherzimmer, als sonst im Jahr. Ich habe mal wieder in alten Büchern und Zeitschriften geblättert und liebäugele damit, über die Feiertage noch ein Bärchen zu machen.


Morgen wollen wir einen Weihnachtsbaum kaufen. Den werde ich wohl zum 4. Advent schmücken und zum Leuchten bringen. Es ist eigentlich ein wenig zu früh. Aber aus bekannten Gründen muss man damit rechnen, dass ab Mittwoch keine Bäume mehr verkauft werden dürfen. Auf das Immergrün des Baumes und seine friedvolle Symbolik möchte ich keinesfalls verzichten. 

Ich wünsche Euch von Herzen eine gute und friedliche Lichterzeit. Eine gute Tasse Tee und/ oder Kaffee, Christstollen, Plätzchen und Marzipan. Einen Ort, an dem ihr euch wohlfühlt und geborgen seid. 










 




Donnerstag, 26. November 2020

Faszination Dezember

 

Die Zeit vor und nach der Wintersonnenwende ist nach alter Tradition eine gute Zeit zum Innehalten, um mit Achtsamkeit auf das alte Jahr zu blicken, loszulassen was gehen soll und um sich dann in den Rauhnächten, auf die Monate des kommenden Jahres zu konzentrieren.

Während der Sperrnächte, der Zeit, in denen nach altem Brauch das alte Jahr verabschiedet, weggesperrt wird, haben wir die Gelegenheit, das vergangene Jahr bewusst „abzuschließen“. Stichworte sind: Was ist gut gelaufen, wofür bin ich dankbar, was verabschiede ich uvm. 

Die Sperrnächte beginnen am 8. Dezember. In jeder der kommenden 12 Nächte darf der jeweilige Monat verabschiedet werden. So steht die Nacht vom 8. auf den 9. Dezember für den Monat Januar, die Nacht vom 9. auf den 10. Dezember für den Februar und so weiter bis zur Nacht vom 19. auf den 20. Dezember, die für den Dezember steht.

Am 21. Dezember, dem diesjährigen Tag der Wintersonnenwende, beginnen dann bereits in einigen Berechnungssystemen, die Rauhnächte mit der Thomasnacht. Andere Systeme beginnen mit dem 24. Dezember.

Meine Rauhnächte begleitet schon seit Jahren Jeanne Ruland, mit ihren liebevollen Büchern und ihrem Wissen, das mich begeistert. Inspirationen finde ich immer wieder auf dem Blog artedea.

In diesem Jahr möchte ich meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse in einem kleinen selbst gebundenen Buch aufbewahren. Schon das Herstellen hat mir viel Freude bereitet. Vielleicht möchtet ihr mir dabei über die Schulter schauen. Das Büchlein soll mich im Dezember begleiten. Es hat Raum für Worte, Illustrationen, Bilder und Collagen.






Wie haltet ihr es um diese Zeit? Werdet ihr kreativ oder eher besinnlich? Oder habt ihr Rituale, die vielleicht schon viele Jahre tragen? Schreibt es mir bitte in die Kommentare. Es würde mich freuen.



Wann ist dieses Jahr die Wintersonnenwende?

Montag, 21. Dezember 2020
Noch 25 Tage! (heute 26.11.2020)




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