"Vielleicht würde doch noch alles gut werden, vielleicht auch nicht. Jedenfalls hatte sie jetzt ihren Namen, einen, der nur ihr gehörte und keinem sonst."
So lautet der letzte Satz aus Haruki Murakamis Geschichte "Der Affe von Shinagawa". Es ist die letzte Geschichte aus dem Buch "Blinde Weide, schlafende Frau", aus Murakamis Geschichtensammlung. Ein kleines Feuerwerk wird gezündet von einem Autor, den ich selbst lieber in seinen Romanen lese, die oft nicht von dieser Welt zu sein scheinen und doch überraschend bodenständige Elemente aufweisen.
Murakami sagt in seinem Vorwort zu diesem Buch: "... Im Wesentlichen verstehe ich mich als Romancier; viele Leute sagen mir jedoch, sie zögen meine Kurzgeschichten meinen Romanen vor. Das stört mich nicht, und ich versuche auch nicht, sie vom Gegenteil zu überzeugen. ..."
Eine Aussage, die mich fasziniert, weil sie mich auf meinem eigenen Weg des Schreibens begleitet. Es ist nicht wirklich wichtig, welcher der beiden Literaturgattungen man den Vorzug gibt, das macht auch der Autor deutlich. Es ist - nicht nur für mich - die Freude an Murakamis Fabulierkunst, die begeistert. Ich liebe seine zauberhaften Geschichten, seine Wunder und das nicht alltägliche, das man nicht kennt und das doch in jedem von uns schlummert. Sein magischer Realismus, die fantastischen Ereignisse, die stillen Momente, die er beschreibt, machen das Lesen zu einem Genuss, von dem ich mir mehr wünsche.
btb Taschenbuchausgabe, Random House GmbH, München, September 2008
Aus dem Japanischen
von Ursula Gräfe
liebe Erika ein kleines Feuerwerk aus mehreren Geschichten in einem Buch klingt auch für mich sehr verlockend und egal ob Kurzgeschichten romanhafte Geschichten oder Gedichte und deren Gedanken die sich in ihnen entfalten - wenn man etwas von ihnen entdeckt freut man sich beim lesen, denn sie sind ja nicht nur für ihn - den Autor, sondern auch *für uns*geschrieben...
AntwortenLöschendir einen feinen guten Morgen...aus der schneeverwehten Höhe Angel...