Januar 12, 2026

Schnee

 



Dieser Winter hat uns als späte Weihnachtsgabe (oder war es als Neujahrssegen gedacht ?) doch noch mit Schnee beglückt. Ich gestehe, dass der Winter nicht meine bevorzugte Jahreszeit ist. Er ist wichtig für Mutter Erde und als Stille und Innehalten - in mir sehr willkommen. Meine innere Uhr und ich, registrieren jedoch jede Minute, die die Tage nun wieder länger werden.  


Deshalb, und vielleicht einer gewissen Struktur folgend, gedenke ich den Schneetagen, die hier oben im Norden so selten sind.



In der Stille der Nacht,

fällt lautlos der Schnee,

wir halten uns die Hände -

schweigend.

Welch ein Konzert!



Li Gü- H`si *


* wurde im Jahre 937 als sechster Sohn des 2. Herrschers der Südlichen T'ang-Dynastie geboren. Wer gerne mehr Informationen zu diesem Dichter lesen möchte, empfehle ich die ausführliche Abhandlung von Alfred Hoffmann, "Die Lieder des Li Yü". Sie sind unter dem folgenden Link zu finden: https://www.oaw.ruhr-uni-bochum.de/mam/slc/content/hoffmann_li_yu.pdf


1 Kommentar:

  1. Zu diesen Schneebildern, die auf jeden Fall etwas Japanisches haben, passt das Gedicht von Li Gü- H`si ausgezeichnet. Bei euch hat's ja nochmal deutlich mehr runter gehauen als hier im Bayerwald. Wunderschöne Fotos!
    Liebe Grüße von Dori

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