Mai 12, 2015

Blümchen

sind diesen Monat Thema bei Moo-Mania

Was ist Moo? Ein Moo ist ein kleines Format ca. 2,8 x 7 cm. Also in etwas die Größe eines Tag, eines Anhängers. Da alle Größen erlaubt sind, ist mein Moo größer ausgefallen.


Die Frühlingspost brachte mir in der letzten Woche dieses schöne G von Maike (lebensknaeuel.blogspot) aus Hamburg. Buntes Gartenglück und ein zartes Stiefmütterchen zieren die Karte.

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In die Karte hat Maike ein schönes Gedicht von J.W. Goethe geschrieben. Über ein Blümlein, das nicht gepflückt werden mochte, sondern mitsamt seiner Wurzeln ein neues Heim im Garten des Dichters gefunden hat. Vielen Dank, liebe Maike! Deine Karte ist wnderschön!


Sie schmückt jetzt zusammen mit den anderen Frühlingskarten ein Bücherregal.


Wie schade, dass die Frühling Mail Art schon vorüber ist. Es war so schön, jede Woche eine liebevoll gestaltete Karte aus dem Briefkasten zu fischen. So schön zu sehen, wie das Frühlingswort gewachsen ist.

Auf Michaelas Blog werden die Frühlingswörter gesammelt. Jeder Buchstabe ein kleiner Schatz, das ganze Wort ein Frühlingsversprechen.








Mai 06, 2015

Noch mal April

der rückblickend ein Monat des Abschieds war. Die Fastenzeit ging zu Ende und ich bin froh, dass mich in diesem Jahr Gedanken aus dem Misereor-Fastenkalender begleitet haben.
Günter Grass ist gestorben. Jemand, dessen Gedanken und Bücher mal mehr mal weniger in meinem Leben präsent waren. Aber doch Einer, dessen Bücher mein Erwachsenenleben begleitet haben. Sicher nicht gänzlich unerwartet, aber doch ein spürbarer Verlust. 


Birgitt lädt auf ihrem Blog Erfreulichkeiten ein, unsere Gedanken und Erinnerungen als Monatscollagen zu präsentieren. 


Wieder zurück im heute, im Mai, spaziere ich durch meinen Garten. Der Regen der letzten Tage hat eine feine Frühlingsgrünexposion verursacht, die mich freut. 


Wildkräuter und Stiefmütterchen ...


stehen neben Funkien und Salbei im Topf, die beide  noch mehr Sonne brauchen. Sie fungieren als Kandidaten für Ghislana´s (Jahreszeitenbriefe) wilden Garten.


Auch Hundeglück an verblühenden Tulpen 


und Lunaria, die in diesem Jahr, überall im Garten zu finden ist,


stimmen heiter.





Vergissmeinnicht 


und Kräuterglück aus der Perspektive unserer Maus


Feine Rhododendronblüten und




blühendes Apfelbaumglück im Handtuchgarten




laden ein, den Mail mit allen Sinnen zu genießen.


Grüß Gott du schöner Maien

Grüß Gott du schöner Maien
Da bist Du wieder hier.
Tust Jung und Alt erfreuen
Mit deiner Blumenzier.
Die lieben Vöglein alle,
Sie singen all so hell,
Frau Nachtigall mit Schalle
Hat die vornehmste Stell.

(Volkslied)


Habt schöne Maitage, habt es fein!

Eure Erika






Mai 04, 2015

Montagsglück

ist ein schönes Wochenende und der Besuch in meiner Lieblingsstadt Hamburg, am Wochenende.


 Schon früh war ich unterwegs auf dem Rathausmarkt und habe, zusammen mit anderen  Touristen, die Sonne genossen. 


 Mein Ziel war die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum, in dem Arbeiten von Joan Miró zu sehen sind.






Das Thema "Malerei als Poesie" hat mich neugierig gemacht.  Leider durfte in der Ausstellung nicht fotografiert werden. So bleibt es für heute bei diesen (äußeren) Bildern. Der Ausstellung selbst möchte ich ein eigenes Kapitel widmen. 


Vor Ausstellungseröffnung, der recht spät war, habe ich noch einen kurzen Abstecher an die Binnenalster gemacht. 


 Hier habe ich Boote fotografiert und mich einfach an dem herrlichen Sonnenschein gefreut.






Später bin ich in Richtung Hafencity gepilgert. Dies ist neben den Landungsbrücken einer meiner  Lieblingsorte hier in der Stadt.




 Die alten Speicher, die Fleete, und weiter im Hintergrund der erste Blick von hier auf die Elbphilharmonie. 


 Tausend Blicke, tausend Motive. Eine Herausforderung, mich zu beschränken.




Erfreut bin ich, über die geglückte Verschmelzung von alter und neuer Architektur. Die alten Häuser dürfen bleiben wie sie sind. 


 Man hat ihnen, mit typisch Hamburgischem Blick für´s Wesentliche, klare Formen und Farben an die Seite gestellt. 


Eine gelungene Mischung wie ich finde. Immer steht das Wasser im Vordergrund, dem sich die Gebäude gerne unterordnen.


Ein letzter Blick auf die Elbphilharmonie, die sich hier von Achtern zeigt :) Unterwegs ist sie immer mal wieder über den Giebeln der Speicherstadt zu sehen gewesen. Irgendwie fremd, aber auch sehr schön.


Und ich laufe zurück, über die Holzbrücken, in Richtung Bahnhof. Rücken und Füße schmerzen ein wenig, der Kopf ist glücklich und frei. 


Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch. Demnächst. 

Eine schöne Woche wünsche ich Euch! Tut Euch gut und schaut mal wieder bei Euren Lieblingsorten vorbei.


Eure Erika  








Mai 01, 2015

Kunterbunt beginnt der Mai


 mit dem zauberhaften N, welches Swantje (Nasenflöter - facebook) auf die Reise zum Frühlingsreigen der Frühling Mail Art geschickt hat. Gesammelt wird er auf Michaela´s Blog Müllerinart. Es fehlt nur noch ein Buchstabe, der in der nächsten Woche ankommen wird. Wo sind bloß die letzen Wochen geblieben? 


Ausgeschnitten wurde es aus buntem Frühlingsstoff und auf die Vorderseite der Karte genäht. Ich liebe diese Mixed Media Art und freue mich sehr, über das schöne N, dessen Innenleben mit weiteren Schönheiten aufwartet. Wer würde sich nicht freuen, über Krokus, Übermut, Lächeln, Zwitschern, Sonne und Glück?! Ganz herzlichen Dank, liebe Swantje! (Das Wort mit dem Hausputz überspringe ich mal :))


Wird zum feinen Vergissmeinichtblau, das sich seinerseits auf die Reise zu Helga (Holunderblütchen) und dem Flowerfriday macht. Gehofft habe ich auf  zarte Maiglöckchen aus dem Garten. Aber es ist zu nass und zu kalt, die Blüten sind nicht einmal als Knospe vorhanden.


Nun feiert das Kleine Blaue den Mai, inmitten einer Vasenparade in Blau- und Türkistönen. Ich wollte eigentlich einen größeren Strauß haben. Doch ich habe es nicht übers Herz gebracht, mehr von diesen herrlichen Farbtupfern für die Vase zu schneiden. 



Etwas besinnlicher und erdiger geht es in meinem Kästchen zu. Gemeinschaft heilt ...
Die Häuser sind roh aus selbsttrocknender Tonmasse geformt. Es ist bewußt rau und unfertig gehalten, um Raum für immer neue Assoziationen zu lassen.


Meinen Frühlingsreigen heute schließe ich mit Gedanken von R. M. Rilke. Irgendwie passen sie auch zu meinen Häusern und der Hoffnung, dass Gemeinschaft heilt.

Darin besteht die Liebe: Daß sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.


Rainer Maria Rilke




Lasst Euch berühren vom Wonnemonat - und seid beschützt !

Eure Erika


April 29, 2015

Kleine Schritte

Ghislana und Lucia (Schreibtischwelten) laden wieder ein zum Bilder-Pingpong. Ghislana (Jahreszeitenbriefe) stellte uns dieses Foto als "Aufgabe".  Mir gefallen dazu die Gedanken - das Gebet von  Antoine de Saint-Exupéry, dessen Kleiner Prinz mich immer wieder erfreut. Saint-Exupéry bittet in diesem Text um die Kunst der kleinen Schritte.


Besonders rührt mich das Vertrauen an, mit dem er schreibt: 
"Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche."


Ich sehe in Ghislanas Bäumen auch Häuser. Ein Thema, das mich immer wieder berührt, mich zum Nachdenken bringt.


Saint-Exupéry schreibt weiter: "Lass mich erkennen, dass Träumereien nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen. "

Unser Lebens-Haus bestellen. Im Jetzt leben. Ja, das kommt mir auch vertraut vor. Lebe ich im Jetzt? Kleine Schritte und die Kunst des Alltäglichen. Meine Quintessenz aus diesem Foto - für heute.

Und hier noch der ganze Text für Euch zum Lesen und Leben: 


Kleine Schritte

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

Mach mich findig und erfinderisch,
um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig
meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu notieren,
von denen ich besonders getroffen und betroffen bin.
Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung!
Schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Ich bitte um die Kraft für Disziplin und das rechte Maß,
dass ich nicht durch das Leben rutsche,
sondern den Tagesablauf vernünftig einteile,
auf Lichtblicke und Höhepunkte achte und
wenigstens hin und wieder Zeit finde für einen kulturellen Genuss.

Lass mich erkennen, dass Träumereien nicht weiterhelfen,
weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft.
Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und
die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.

Bewahre mich vor dem naiven Glauben,
es müsste im Leben alles glatt gehen,
schenke mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge
und Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Gib mir das tägliche Brot für Leib und Seele,
eine Geste deiner Liebe ein freundliches Echo,
und hin und wieder das Erlebnis, dass ich gebraucht werde.

Ich wei§, dass sich viele Probleme dadurch lösen, dass man nichts tut.
Gib mir, dass ich warten kann.

Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen.
Das Wichtigste sagt man sich nicht selbst, es wird einem gesagt.

Du wei§t, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die Fantasie, im rechten Augenblicke ein Päckchen Güte —
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.
Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff im Tiefgang gleicht,
um auch die zu erreichen, die unten sind.

Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.

LEHRE MICH DIE KUNST DER KLEINEN SCHRITTE!

 

 Antoine de Saint-Exupéry