Dezember 13, 2015

Feinstes Katzenvolk

hat sich hier niedergelassen. Es verschönt meine Adventstage wirklich prächtig und wird mich im kommenden Jahr als Teil eines Kalenders - erdacht und gestaltet von Tabea Heinicker hier und Michaela Müller hier, begleiten. 



Diese hier ist von Mila, creaturesandcreations.
Es ist eine feine Katze, die nach einem Zug an ihren Öhrchen den Monat preis gibt, für den sie steht. Eine tolle Idee!


 

Birgits Katzentier, Blog olann-wolle.blogspot.de, zeigt sich in schönstem Blau und einem feinen Zitat von Audrey A. Hayes.

Es gibt kaum Leute die Katzen nicht lieben, 
sondern nur Leute die Katzen nicht kennen.


Kerstins Katzen, Blog buntine.blogspot.de sind zart, in Zuneigung verbunden. Ein Sinnbild für die Adventszeit, in der wir alle gerne zusammenrücken und die Nähe der Anderen suchen und uns daran erfreuen.


Susanne, ohne Blog, schickte eine Katze in weihnachtlichem Rot. Herzlichen Dank dafür, liebe Susanne! 

Gesammelt werden alle Katzentiere auf Tabeas Blog hier.


Ich hatte in meinem letzten Posting eine Geschichte von Astrid Lindgren erwähnt. Die möchte ich gerne mit Euch teilen.  Sie ist Teil der Dankesrede Astrid Lindgrens, die sie anläßlich der Überreichung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels am 22. Oktober 1978 in Frankfurt hielt.

Niemals Gewalt

"Ich war jung zu jener Zeit, als fast alle Kinder oft geschlagen wurden. Man hielt es für nötig, sie zu schlagen, denn sie sollten artig und gehorsam werden. Alle Mütter und Väter sollten ihre Kinder schlagen, sobald sie etwas getan hatten, von dem Mütter und Väter meinten, daß Kinder es nicht tun sollten. Mein kleiner Junge, Johan, war ein artiger und fröhlicher kleiner Kerl, und ich wollte ihn nicht schlagen.
Aber eines Tages kam die Nachbarin zu mir herein und sagte, Johan habe Erdbeeren geklaut, und bekäme er jetzt nicht seine Schläge, würde er ein Dieb bleiben, sein Leben lang. Mit Müttern ist es nun mal so, daß ihnen angst und bange wird, wenn jemand kommt und sich über ihre Kinder beschwert. Und ich dachte: Vielleicht hat sie recht, jetzt muß ich Johan wohl eine Tracht Prügel verpassen.
Johan saß da und spielte mit seinen Bausteinen - er war damals erst fünf Jahre alt -, als ich kam und sagte, daß er nun Prügel bekäme und er selbst hinausgehen sollte, um eine Rute zu abschneiden. Johan weinte, als er ging. Ich saß in der Küche und wartete. Es dauerte lange, bis er kam, und weinen tat er noch immer, als er zur Tür hereinschlich. Aber Rute hatte er keine bei sich.
`Mama`sagte er schluchzend, `ich konnte keine Rute finden, aber hier hast du einen Stein, den du auf mich werfen kannst!` Er reichte mir einen Stein, den größten, der in seiner kleinen Hand Platz fand.
Da begann ich auch zu weinen, denn ich verstand auf einmal, was er sich gedacht hatte: Meine Mama will mir weh tun, und das kann sie doch besser mit einem Stein.
Ich schämte mich. Und nahm ihn in die Arme, wir weinten beide soviel wir konnten, und ich dachte bei mir, daß ich niemals, niemals mein Kind schlagen würde. Und damit ich es ja nicht vergessen würde, nahm ich den Stein und legte ihn in ein Küchenregal, wo ich ihn jeden Tag sehen konnte, und da lag er solange, bis Johan groß war."



* * * * *
Das Thema der art-journal-journey.blogspot.de im Dezember ist "Collage". Herzlichen Dank, liebe Susi hierund liebe Valerie hier. Es macht mir viel Freude mit Wörtern und Farben zu spielen.

Einmal eine zweite Chance

Einen Gedanken wert - aktuell

Reif für die Welt und jetzt leben kann mehr sein - und jetzt?

Für die Collagen habe ich ein Infoheft der Rentenverscherung und das Dezemberheft von Hinz&Kunzt geplündert. Mein Anliegen ist, aus dem was vorhanden ist Neues zu machen. Quasi ein Upcycling der Gedanken anderer Menschen. Es ist spannend, auf welche Ideen man kommt, wenn Sätze neu "gebildert" werden. Für den jeweiligen Moment stimmig sind. Ich bin mir nicht sicher, ob das auch eine Form der Nachhaltigkeit ist. Ich versuche, so wenig wie möglich zu konsumieren, in diesem Jahr. Kein Weihnachtsschnickschnack (wie in den vergangenen Jahren) wanderte in meine Einkaufstasche. Es ist genug da. Alles andere versuche ich selber zu machen. Zum Beispiel die kleinen nadelgefilzten Weihnachtsmädchen  



und eine weitere Puppe nach Art der Waldorfpuppen. Dabei habe ich für mich entschieden, dass ich bei der nächsten Puppe zuerst der Kopf arbeiten werde und danach der Körper, an den er angenäht wird. Bisher habe ich es wie in Büchern vorgeschlagen wird, anders herum gemacht und z.B. die Augen am Schluß gestickt.  Augen sticken ist ein heikles Thema (für mich). Der Ausdruck einer Puppe lebt von ihrem Gesicht, ihren Augen.  Wenn das mißlingt, taugt die ganze Puppe nicht.



Sooo, Ihr Lieben! Heute ist der dritte Advent und das Fest der Heiligen Lucia. 

Ich wünsche Euch eine lichtvolle Zeit!



Quelle: Wikipedia












Dezember 08, 2015

Advent mail art

eine der drei mal jährlich stattfindenden Mail Art-Aktionen  


Begeistert Kartenmacherinnen,  Kartenschreiberinnen und Kartenempfängerinnen. 
Das Thema in diesem Jahr: Michkartondruck & Katzen. 
Für einen formidablen Kalender 2016.

Die ersten beiden Kunstwerke haben mich erreicht und ich präsentiere stolz:


Die linke Katze ist von Monika, leider ohne Blog. 
Die rechte Katze hat Miriam geschickt. Miriam hat ebenfalls kein Blog, ist aber via Pinterest unter "Mecki macht" und hier unterwegs.

Beide haben neben ihren herzlichen Grüßen, jeweils Katzenlyrik auf die Kartenrückseite geschrieben. 

Monika läßt Stanley Spencer zu Wort kommen:

"Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden."

Miriam zitiert Rainer Maria Rilke und schreibt:

"Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe."

 Beide sind sehr treffend und erfreuen die Herzen von Katzenfreunden. Also auch meines. Habt herzlichen Dank, liebe Monika und liebe Miriam. Es ist ein wundervoller Auftakt für unsere kleine Gruppe. 

Besonders möchte ich noch Tabea danken! Weil unsere Gruppe nur eine halbe Gruppe ist, schickt sie uns jeden zweiten Tag eine digitale Katzenschönheit aus ihrer Gruppe, damit wir ebenfalls in den Genuß von 31 Katzenbildern kommen. Eine superschöne Idee, liebe Tabea! Und ein riesengroßes, herzliches Dankeschön zu Dir!



So sehen meine ersten Versuche der Katzendruckerei aus. Und so die Fehldrucke, die ich fabriziert habe. Im Eifer des Gefechts habe ich leider vergessen, die Karten, die ich verschickt habe zu fotografieren.  


Ich hatte zwei Versionen eines Katzenengels gemacht, probiert, mit verschiedenen Farben experimentiert und bin dann bei Acrylfarben gelandet. Die Linoldruckfarbe war zu dickflüssig und blieb nicht am Karton haften, als ich sie mit der Walze aufgewalzt habe.


Jetzt kleben die "Originaldruckstöcke" aus Tetraverpackungsmaterial im Journal und haben dort Gesellschaft von einigen der Fehldrucke.
Ich schätze, dass das Thema mich noch einige Tage begleiten wird.


So wie hier, als kleine Collage, die ich zur art-journal-journey,
zu Susi und Valerie schicke.





Auch diese beiden zähle ich zur Gattung Collage. Ich neige hin und wieder dazu, mich einem Thema anzunähern, indem ich Wikipedia befrage, was man dort über eine Sache weiß. Dort habe ich folgendes erfahren: 
"Die Collage ist sowohl eine Technik der bildenden Kunst als auch ein in dieser Technik geschaffenes Kunstwerk. Herkömmlich wird ein neues Ganzes geschaffen, indem verschiedene Elemente auf eine Unterlage aufgeklebt werden, daher die Bezeichnung (von frz. coller, „kleben“)."

 

Ich mag Collagen sehr, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es sich bei dem neu entstehenden Werk um ein Kunstwerk handelt. In der engeren Definition ist das sicher der Fall. Nur ob wie hier, das Einkleben einer Fotografie aus dem Herbst/ Winter Programm der Kulturstiftung des Bundes - und dem Hinzufügen von Worten, Gedanken eines anderen Menschen, ob das ausreicht, etwas als Kunst zu bezeichnen. Ist es nicht vielmehr eine Annäherung an ein Thema?

Alles beginnt mit der Sehnsucht - Nelly Sachs

Eigentlich wollte ich noch eine kleine Erzählung von Astrid Lindgren mit in das Posting nehmen. Nun scheint es mir genug für heute.

Seid herzlich gegrüßt aus dem Blauen Haus!

Habt es fein!



November 30, 2015

Ich wünsche mir Erkenntnis, und finde ... 
Ich suche nach Gründen, Zweifel abzulegen. Und finde ...
Ich suche nach Kraft um aufzustehen, und finde ...
Ich wünsche mir mehr Mut um anzufangen, und finde ...

Einen neuen Tag - und Das Hohelied der Liebe. 


" Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, 
Hätte aber die Liebe nicht,
Wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte Und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte,
Hätte aber die Liebe nicht,
Wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, 
Hätte aber die Liebe nicht,
Nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht Nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn heizen, trägt das Böse Nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
Glaubt alles,
Hofft alles,
Hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.


Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, 
Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;
Wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind
Und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, Dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich unvollkommen,
Dann aber werde ich durch und durch erkennen, 
So wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
Doch am größten unter ihnen ist die Liebe. "
Aus: Die Bibel. Altes und Neues Testament

* * * * *

Daneben laufen "Kinderdinge" wie das Puppenmachen 

Nele, 43 cm groß, Wolle, Baumwolle, Westfalenstoff

und schmökern in Kinderbüchern (und so ihr nicht werdet wie die Kinderlein). 

Es ist so eine ganz andere Adventszeit als in anderen Jahren. Unruhiger denn je, 
im Außen, in der Politik. Den Veränderungen, 
die gerade stattfinden; und den stillen Tagen, hier im Dorf. 

Wie erlebt Ihr diese Zeit ? Seid Ihr, macht Ihr Euch auch auf die Reise?
Wenn ja: Was hofft Ihr zu finden?
Oder wollt Ihr gefunden werden? 
Von der Liebe?

Habt es schön, und lichtvoll und liebevoll! 

Erika



   

November 20, 2015

Der frühe Vogel

ist gerade nicht so meiner, aber Hühner gibt es heute, für Michaelas Muster Mittwoch (hier ). Die Tage laufen gerade flink, was ja auch schön ist, nur Termine sind dann auch schnell mal mitgehuscht. 


(Schräge) Hühner-Vögel sind immer ein Hingucker und so begann meine Vogellust mit diesen beiden.


Im Journal mittels der angefertigten Schablone vermustert, ergeben sie eine bunte Mischung.


Hühner gehen ja eigentlich immer, solange sie nicht auf dem Teller landen - oder ihr Federkleid zweckentfremdet wird. Ein paar der Küche und Garten bevölkernden Rasse der Dekohühner will ich die Tage noch fotografieren. Bis dahin grüßt Euch herzlich


Eure Erika



November 09, 2015

Achtsamkeit

Die Idee ist nicht neu. Das Schöne sehen im Heute und Jetzt. Daraus eine Übung machen und diese Momente im Kalender, im Tagebuch, in einer Kladde, auf Notizzetteln oder im Weblog festhalten.



Meine 5 Lieblingsmomente heute:

Einen Brief für eine liebe Bloggerin auf die Reise geschickt.
Freude durch Achsamkeit beim Fensterputzen.
Ein Ausflug mit der Maus.
Gartenarbeit bei schönem Sonnenschein.
Tagebuch als Übung in Achtsamkeit schreiben.

* * * * *

„Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. 
Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.“ 

Thich Nhat Hanh