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September 19, 2021

Rostiges Bündel

Beim Wort genommen, habe ich der Müllerin Mittwochsmix-Thema im September. Gefühlt läuft einem im Garten ja jede Menge Rost über den Weg. Als ich jedoch danach suchte, war es nicht wirklich viel. Ich habe eine Mullkompresse in Essigwasser getaucht und um das Metall meiner rostigen Laube gewickelt. 



Das Ergebnis war nich wirklich überzeugend. Es waren kaum Rostflecke bzw. Verfärbungen auf dem textilen Untergrund zu sehen. Nichts, was mich überzeugt hätte. Ich legte das Ergebnis auf den Tisch und wartete. Dann sah ich ihn wieder, den Rost im Garten und er blätterte mir förmlich entgegen. 



Ein Laternenhalter aus Eisen bot sich nun an. Die rostigen Teilchen ließen sich leicht entfernen und nun - im neuen Leben - zu einem Bündelchen formen. Zu einer Minicollage.



Die Farben passen so schön in diese Jahreszeit. Alles wirkt weicher und kündet schon von der kommenden Jahreszeit. Morgen ist Herbst TagundNachtgleiche, Mabon. Die Tage und Nächte haben wieder die gleiche Länge. Es beginnt die Zeit der Rückbesinnung auf uns selbst, als Vorbereitung auf den kommenden Winter.







Mehr rostige Bündel findet ihr bei Michaela:





Ich bin wieder beim Collagen machen mit Textilien, anderen Materialien und Mischtechniken angekommen. Mein Format ist nun kleiner, ca. DIN A 5 und diese Größe empfinde ich als sehr schön zu gestalten. Ich möchte mir auch wieder ein Rauhnachtbüchlein binden. Die Papiere habe ich zum Teil schon hier. Darüber schreibe ich dann beim nächsten Mal.


August 11, 2019

Earth Overshoot Day 2019: Ressourcenbudget verbraucht

"Das Ressourcen-Budget für das Jahr 2019 ist aufgebraucht: Bis zum 29. Juli hat die Menschheit so viel verbraucht, wie die Erde im ganzen Jahr erneuern kann. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/earth-overshoot-day-2019-ressourcenbudget " (Ausführlicher Hinweis siehe unten).

Eine der Horrormeldungen unserer Zeit, die ich zunächst scheinbar nur am Rande registriere. Doch die Botschaft setzt sich fest. Sie arbeitet in mir, bewegt mich und ich frage mich, warum das nur einen Tag in den Medien aufleuchtet und dann wieder im süßen Zwielicht des Nichtwahrhabenwollens versinkt.


Ich möchte auch nach dem 29. Juli daran erinnern, was wir alle Mutter Erde zumuten. Ich möchte meinen Konsum, mein Verhalten immer wertschätzender werden lassen, um Ressourcen zu schonen. 

Ich denke nicht, dass es z.B. ausreicht, Plastikstrohhalme und Einkaufstüten aus Kunststoff zu verbieten. Ich wünsche mir vielmehr einen bewussteren Umgang mit Kunststoffen allgemein. Ich wuchs zu einer Zeit auf, als es noch selbstverständlich war, Lebensmittel in Papier zu verpacken. Egal, ob es das Pausenbrot war oder der Salat vom Wochenmarkt. Das Einkaufsnetz und die Einkaufstasche waren selbstverständlich. Spielzeug aus Plastik kannten und vermissten wir  nicht. Die ersten Plastikgefäße in den Haushalten fand ich schon als Teeny häßlich und unhygienisch.

Heute ist es für viele selbstverständlich, schon Babys Spielzeug und anderes aus Plastik zu schenken. Es gibt praktisch keinen Bereich des täglichen Lebens, der nicht mit Produkten aus Kunststoff "versorgt" wird. Das ist unnötig. 



Wie schaffe ich jetzt den Übergang von einer ausgebeuteten und verletzten Erde, hin zu dem, was meine freie Zeit verschönt ... 


 Seit einiger Zeit mag ich die weißen Traumfänger im Boho-Stil sehr. Sie kommen wie ich aus einer Zeit, in der Kunststoffe noch nicht modern waren. Sie stehen für eine Kultur des Miteinander, der Achtsamkeit -  der Bereitschaft, das wahrzunehmen und zu achten, was einem als  Mensch auf der Erde begegnet. 


Ich habe einen Holzring mit Baumwollgarn umhäkelt und ein altes  Häkeldeckchen vom Flohmarkt daran genäht. Türkisfarbene Perlen und Bänder setzen zarte Akzente.


Jetzt hängt er mit anderen, die ich gekauft habe, in meinem Frauenzimmer am Fenster. Und wenn ich Glück habe, fängt er mir schöne Träume oder sortiert die aus, die weniger schön sind. 





Ich arbeite bereits an einem weiteren Exemplar und merke, dass die Beschäftigung mit diesen, das Potenzial für mehr hat. Durch meine Arbeit mit Seniorinnen und Senioren, den intensiven Lerninhalten der  Psychotherapie, wächst Verständnis und Staunen. Immer wieder staunendes Erkennen, wie zart und verletzlich wir als Menschen sind. Es ist ein so fragiles Gleichgewicht, das in uns und um uns herum besteht. 

Und so sage ich nicht nur zu meinen Mitmenschen, sondern auch zu Mutter Erde: Ich will zart sein mit dir!





In Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung für alles was ist.



Umweltbundesamt
Präsidialbereich / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internet 
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Das Internetangebot wird herausgegeben von:
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), dieses vertreten durch die Präsidentin des Umweltbundesamtes.

Das passt dazu:  

BUND, Zehn Tipps zur Abfallvermeidung

Quelle: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/zehn-tipps-zur-abfallvermeidung/

BUND, Natürliche Ressourcen: Grundlage allen Lebens
https://www.bund.net/themen/ressourcen-technik/abfall-und-rohstoffe/natuerliche-ressourcen/


Juli 28, 2019

Ask me to stay - Bitte mich zu bleiben


Nach langer Zeit möchte ich mal wieder an der "Art*Journal*Journey" teilnehmen.

Das Thema lautet:      We’re all/ going. 

Das ist ein herrlich  weites Feld, denke ich. So möchte meine Collage "Ask me to stay" vorstellen. Die langen Sommertage laden ein unterwegs zu sein und oft möchte man noch an besonders schönen Orten bleiben. Möchte festhalten an besonderen Erinnerungen, Eindrücken oder Menschen. 

After a long time I would like to participate again in the "Art * Journal * Journey". The theme is: We're all / going. This is a wonderfully wide field, I think. My collage wants to suggest "Ask me to stay". The long summer days invite you to be on the road and often you want to stay in particularly beautiful places. Would like to hold on to special memories, impressions or people.









Vielen Dank für euren Besuch! Doch bevor ihr geht, schaut euch doch die Werke der anderen Künstlerinnen an und klickt hier auf den LINK.

Thank you for your kind visit! But before you leave, have a look at the works of the other artists please and click here on the LINK.




Art Journal Journey
https://art-journal-journey.blogspot.com/









Juli 21, 2019

Sommertage im Garten

... scheinen vorbei zu fliegen. Wieder erlebe ich das Phänomen Zeit als eines, das gerade schnell und langsam in einem ist. Die Tage scheinen endlos und doch ist die Sonnenwende bereits einen Monat her. Vieles blüht üppig, wie der Oregano, der wild im Garten vagabundiert. 

Oregano in der Mittagsonne

Noch genießen wir hier lange Tage und kurze Nächte, doch die Rosenblüten sind bereits am Verblühen, tragen Hagebutten und die Tage werden schon wieder kürzer. So schwingt bei der gegenwärtigen verschwenderischen Lebhaftigkeit des Jahres, auch Nachdenkliches in meinen Gedanken. Und doch auch wieder nicht. Ich genieße das scheinbare Nichtstun und klebe hin und wieder Collagen in meine Journale.








Ordne, gelesene und gelebte Gedanken, nehme mir Zeit zum Träumen und lausche auf das, was um mich herum ist. In manchen Augenblicken spüre ich, dass die Zeit still steht. Nur die Sonne, der Moment und das leise Summen von Insekten im Gras oder das Wachsen der Tomaten ...

Tomaten in der Mittagsonne

Ich liebe diese Tage voller Licht und Segen und fühle mich oft an Kindertage erinnert. Tauche ein in das Blaue meiner Tage und bin einfach - und bin glücklich.


Zitat von Friedrich Nietzsche:

"Man muss den Blumen und Gräsern und Schmetterlingen auch noch so nah sein wie ein Kind, das nicht über sie hinweg reicht ..."









Juni 09, 2019

Muße


Heute habe ich die Muße, um an einer Collage zu arbeiten. In China sagt man: "Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein."



Auf gestricktem Stoff treiben Schiffe in Stapeln. Eines schien mir nicht ausreichend, um an die Bedeutung von Wegen und die damit kommenden Beförderungsmittel zu erinnern. 




Meine Schiffe treiben noch in einem Nebelwald mit Wildschwein. Doch das Schwein als Sinnbild für Stärke, Fruchtbarkeit und Glück, eine Erscheinungsform der Großen Göttin des Matriarchats, leitet es sicher. 








Segne deine Wege

Schritt für Schritt, mit Achtsamkeit

Mit der inneren Haltung 

Vertrauen und Freude

Höre deine innere Stimme



ENT




März 10, 2019

Unter anderen

Es war irgendwann nach Weihnachten, als ich das Buch "Origin" von Dan Brown gelesen habe. Er hat seinen  Protagonisten  im Guggenheim Museum in Bilbao (unter anderen) Worte, die Worte der Wortkünstlerin Jenny Holzer, lesen lassen:

Ich vergrabe meinen Kopf … 
ich begrabe deinen Kopf … 
ich begrabe dich.

Jenny Holzer


Sie haben mich berührt. Und so sind sie zuerst in meinem Tagebuch gelandet (unter anderen) und nun hier, in meiner Collage (unter anderen).






 







Links zu Jenny Holzer und dem Guggenheim-Museum Bilbao:

wikipedia.org/wiki/Jenny_Holzer
wikipedia.org/wiki/Guggenheim-Museum_Bilbao





März 14, 2016

Ein Frühlingsmädchen

sitzt seit gestern auf dem Tisch. Erin, ist wieder ein Karottenrotschopf nach der Art der Waldorfpuppen genäht und mit Schafwolle gefüllt. 


Das Kleidchen und die schicken Söckchen habe ich auf einem Hobbymarkt erstanden. Davon gibt es gerade einige, hier in der Gegend.


 Ich freue mich sehr, dass das Puppen- und Teddymachen immer mehr in meinem Umfeld Einzug hält. Zur Osterzeit wird für gewöhnlich Meister Lampe bevorzugt. Hasen und Eier in allen Spielarten sind zu sehen, aber auch immer öfter "Puppenverrrückte" Frauen.





So sah der Fototermin gestern am Nachmittag aus. Puppe und Kleider, Collagen für das Bilder-Pingpong und mitten drin die Maus. Sie kommt langsam in die Jahre. Sie ist 14 geworden, hört immer weniger und möchte doch immer dabei sein. Also darf sie auf dem Tisch sitzen, alles beschnuppern, aus dem Fenster schauen und bellen. Hundedinge eben :)


Das Bilder-Pingpong ist in diesem Monat bei Lucia und ihren Schreibtischwelten zu sehen. Das Impulsfoto zeigt die Künstlerin bei der Arbeit.


Hier habe ich ihr einen Begleiter * an die Seite gestellt, der ebenfalls in sein Tun vertieft ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er ihr vorliest. Sie ein wenig mit leichtem, freundlichen Geplauder aus seiner Welt unterhält. Die tanzenden Fenster, aus dem Bilder-Pingpong Februar, scheinen ihn nicht zu stören. Er ist Kunst - und das scheint er zu wissen.





Die Botschaft der Fische

Bei der zweiten Collage * überbringen Fische eine Botschaft. Sie inspirieren, wollen Heiterkeit bringen, an die Leichtigkeit des Seins erinnern. Eine schöne Botschaft, jetzt im Frühling.






Habt eine schöne Frühlingszeit! Mit blühenden Narzissen und Haselsträuchern. 
Mit frohem Herzen und Licht.


Eure Erika











* Die Fotoausschnitte der Collagen sind aus dem Frühlingskatalog von Gudrun Sjöden.







Februar 07, 2016

Ein Bretterbild

 steht seit einiger Zeit auf der Kommode. Gemalt habe ich es mit Ölfarben und Acryl auf Holz. Es fehlt etwas und ich komme nicht darauf, was es ist. Die Farben sind ok, es könnte an der Struktur liegen.


In meinem Journal schlummerte auch noch diese Collage. Ursprünglich gedacht für schreibtischwelten.de, das Bilder-Pingpong im Januar. So schicke ich es einfach hinterher, zu Lucia und Ghislana.

Das Recht ströme wie Wasser

Das Motto der MISEREOR Fastenaktion 2016 lautet: Das Recht ströme wie Wasser".  Der Prophet Amos hat sich schon zu seiner Zeit (um 750)  gesorgt, um Menschenwürde und Gerechtigkeit. Mehr über Amos könnt Ihr hier lesen. 



https://www.misereor.de/mitmachen/fastenaktion/eroeffnung/

Am Mittwoch beginnt die Fastenzeit, die ich wieder bewußt gestalten will. Ich freue mich auf neue Gedanken, neue Wege und "Andere Zeiten". Auf deren Fastenaktion, sieben Wochen anders leben, freue ich mich sehr.



http://anderezeiten.de/unsere-aktionen/7-wochen-anders-leben/


 Ich wünsche Euch eine gute Zeit. Ob mit oder ohne Fasten, laut oder leise. 
Habt einen guten Weg!