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März 14, 2016

Ein Frühlingsmädchen

sitzt seit gestern auf dem Tisch. Erin, ist wieder ein Karottenrotschopf nach der Art der Waldorfpuppen genäht und mit Schafwolle gefüllt. 


Das Kleidchen und die schicken Söckchen habe ich auf einem Hobbymarkt erstanden. Davon gibt es gerade einige, hier in der Gegend.


 Ich freue mich sehr, dass das Puppen- und Teddymachen immer mehr in meinem Umfeld Einzug hält. Zur Osterzeit wird für gewöhnlich Meister Lampe bevorzugt. Hasen und Eier in allen Spielarten sind zu sehen, aber auch immer öfter "Puppenverrrückte" Frauen.





So sah der Fototermin gestern am Nachmittag aus. Puppe und Kleider, Collagen für das Bilder-Pingpong und mitten drin die Maus. Sie kommt langsam in die Jahre. Sie ist 14 geworden, hört immer weniger und möchte doch immer dabei sein. Also darf sie auf dem Tisch sitzen, alles beschnuppern, aus dem Fenster schauen und bellen. Hundedinge eben :)


Das Bilder-Pingpong ist in diesem Monat bei Lucia und ihren Schreibtischwelten zu sehen. Das Impulsfoto zeigt die Künstlerin bei der Arbeit.


Hier habe ich ihr einen Begleiter * an die Seite gestellt, der ebenfalls in sein Tun vertieft ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er ihr vorliest. Sie ein wenig mit leichtem, freundlichen Geplauder aus seiner Welt unterhält. Die tanzenden Fenster, aus dem Bilder-Pingpong Februar, scheinen ihn nicht zu stören. Er ist Kunst - und das scheint er zu wissen.





Die Botschaft der Fische

Bei der zweiten Collage * überbringen Fische eine Botschaft. Sie inspirieren, wollen Heiterkeit bringen, an die Leichtigkeit des Seins erinnern. Eine schöne Botschaft, jetzt im Frühling.






Habt eine schöne Frühlingszeit! Mit blühenden Narzissen und Haselsträuchern. 
Mit frohem Herzen und Licht.


Eure Erika











* Die Fotoausschnitte der Collagen sind aus dem Frühlingskatalog von Gudrun Sjöden.







Februar 27, 2016

Für das Bilder-Pingpong im Februar

hat Ghislana hier eine feine Fassade ausgewählt. Ich habe mich gefreut und hatte eigentlich eine Vorstellung davon, wie es werden könnte. Bunt sollte es werden, lebendiger dachte ich es mir. Wie sich heraus stellte, hatte ich die Rechnung ohne den Wirt, resp. das Haus gemacht. 

Impulsfoto von Ghislana
Während der Arbeit mit Farben, hatte ich das Gefühl, als ob das Haus sich dagegen wehren würde. Nicht bereit war, auf die Spuren der Zeit,  und seiner Seele zu verzichten.


Auf Aquarellpapier ausgedruckt, versuchte ich es mit Pastellkreiden und einer "Namensänderung". Und das Haus kam mir verkleidet vor. Geschminkt in Farben, die nicht seine waren. Und das Haus wußte es.


Es hüllte sich in Nebel, ließ nicht mit sich reden. Wir kämpften so sehr, dass das Papier dabei zu Schaden kam. Das passiert mir sehr selten. Bewog mich aber zum Einlenken. Es wollte seine alte Farbe zurück. Keine neuen Worte. Gerne ein wenig verpeilt sein, mit allen Schrullen und Macken, die ihm in seinem Alter zustehen. 


Wir sind noch nicht fertig miteinander. Das Haus und ich. Wir haben uns für das Skizzenbuch auf diese Version geeinigt. Und darauf, dass es auf einer Leinwand eine neue Version geben wird. Ich bin gespannt.

http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/search/label/Bilder-Pingpong


Ebenfalls ein wenig verpeilt erscheint mir die junge Dame, die hier aus dem Fenster sieht.  Sie scheint zu dem Haus oben zu gehören. Will mich aber weder anblicken, noch will sie das Rätsel lösen, an welchem Fenster sie steht. Es scheint aber zur Rückwand des Hauses zu gehören, da die Form eine andere ist.

* * * * * 



Ganz bodenständig und handfest ist "Edna" geworden. Zu ihren karottenroten Haaren habe ich einen langen Pullover und einen Rock gehäkelt. Sie ist ca. 40 cm groß, mit Schafwolle gefüllt und gesellt sich zu den anderen Puppen, an und mit denen ich lerne. Es fühlt sich immer noch gut an, Puppen zu bauen. Und ich überlege, ob ich Ende des Jahres so weit bin, einen kleinen Internetshop aufzubauen. 




* * * * *

Noch sind wir hier in einer Zeit des Übergangs. Der Winter ist ein wenig zu Gast - und die Weidenkätzchen verharren in ihrer Blüte, warten auf den Frühling. Es ist eine stille Zeit, in der das Gedicht von Karl Krolow auf fruchtbaren Boden fällt. Vielleicht mögt Ihr es auch ...


Der Augenblick des Fensters

Jemand schüttet Licht
aus dem Fenster.
Die Rosen der Luft 
blühen auf,
und in der Straße
heben die Kinder beim Spiel
die Augen.
Tauben naschen 
von seiner Süße.
Die Mädchen werden schön
und die Männer sanft
von diesem Licht.
Aber ehe es ihnen die anderen sagen,
ist das Fenster von jemandem
wieder geschlossen worden.


Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich in den Sonntag. Ich wünsche Euch eine stille, eine gute Zeit. Mit Liebe und Licht. Mit Weidenkätzchen die an der Nase kitzeln, weil Ihr unbedingt daran schnuppern wolltet ...


Eure Erika













Dezember 13, 2015

Feinstes Katzenvolk

hat sich hier niedergelassen. Es verschönt meine Adventstage wirklich prächtig und wird mich im kommenden Jahr als Teil eines Kalenders - erdacht und gestaltet von Tabea Heinicker hier und Michaela Müller hier, begleiten. 



Diese hier ist von Mila, creaturesandcreations.
Es ist eine feine Katze, die nach einem Zug an ihren Öhrchen den Monat preis gibt, für den sie steht. Eine tolle Idee!


 

Birgits Katzentier, Blog olann-wolle.blogspot.de, zeigt sich in schönstem Blau und einem feinen Zitat von Audrey A. Hayes.

Es gibt kaum Leute die Katzen nicht lieben, 
sondern nur Leute die Katzen nicht kennen.


Kerstins Katzen, Blog buntine.blogspot.de sind zart, in Zuneigung verbunden. Ein Sinnbild für die Adventszeit, in der wir alle gerne zusammenrücken und die Nähe der Anderen suchen und uns daran erfreuen.


Susanne, ohne Blog, schickte eine Katze in weihnachtlichem Rot. Herzlichen Dank dafür, liebe Susanne! 

Gesammelt werden alle Katzentiere auf Tabeas Blog hier.


Ich hatte in meinem letzten Posting eine Geschichte von Astrid Lindgren erwähnt. Die möchte ich gerne mit Euch teilen.  Sie ist Teil der Dankesrede Astrid Lindgrens, die sie anläßlich der Überreichung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels am 22. Oktober 1978 in Frankfurt hielt.

Niemals Gewalt

"Ich war jung zu jener Zeit, als fast alle Kinder oft geschlagen wurden. Man hielt es für nötig, sie zu schlagen, denn sie sollten artig und gehorsam werden. Alle Mütter und Väter sollten ihre Kinder schlagen, sobald sie etwas getan hatten, von dem Mütter und Väter meinten, daß Kinder es nicht tun sollten. Mein kleiner Junge, Johan, war ein artiger und fröhlicher kleiner Kerl, und ich wollte ihn nicht schlagen.
Aber eines Tages kam die Nachbarin zu mir herein und sagte, Johan habe Erdbeeren geklaut, und bekäme er jetzt nicht seine Schläge, würde er ein Dieb bleiben, sein Leben lang. Mit Müttern ist es nun mal so, daß ihnen angst und bange wird, wenn jemand kommt und sich über ihre Kinder beschwert. Und ich dachte: Vielleicht hat sie recht, jetzt muß ich Johan wohl eine Tracht Prügel verpassen.
Johan saß da und spielte mit seinen Bausteinen - er war damals erst fünf Jahre alt -, als ich kam und sagte, daß er nun Prügel bekäme und er selbst hinausgehen sollte, um eine Rute zu abschneiden. Johan weinte, als er ging. Ich saß in der Küche und wartete. Es dauerte lange, bis er kam, und weinen tat er noch immer, als er zur Tür hereinschlich. Aber Rute hatte er keine bei sich.
`Mama`sagte er schluchzend, `ich konnte keine Rute finden, aber hier hast du einen Stein, den du auf mich werfen kannst!` Er reichte mir einen Stein, den größten, der in seiner kleinen Hand Platz fand.
Da begann ich auch zu weinen, denn ich verstand auf einmal, was er sich gedacht hatte: Meine Mama will mir weh tun, und das kann sie doch besser mit einem Stein.
Ich schämte mich. Und nahm ihn in die Arme, wir weinten beide soviel wir konnten, und ich dachte bei mir, daß ich niemals, niemals mein Kind schlagen würde. Und damit ich es ja nicht vergessen würde, nahm ich den Stein und legte ihn in ein Küchenregal, wo ich ihn jeden Tag sehen konnte, und da lag er solange, bis Johan groß war."



* * * * *
Das Thema der art-journal-journey.blogspot.de im Dezember ist "Collage". Herzlichen Dank, liebe Susi hierund liebe Valerie hier. Es macht mir viel Freude mit Wörtern und Farben zu spielen.

Einmal eine zweite Chance

Einen Gedanken wert - aktuell

Reif für die Welt und jetzt leben kann mehr sein - und jetzt?

Für die Collagen habe ich ein Infoheft der Rentenverscherung und das Dezemberheft von Hinz&Kunzt geplündert. Mein Anliegen ist, aus dem was vorhanden ist Neues zu machen. Quasi ein Upcycling der Gedanken anderer Menschen. Es ist spannend, auf welche Ideen man kommt, wenn Sätze neu "gebildert" werden. Für den jeweiligen Moment stimmig sind. Ich bin mir nicht sicher, ob das auch eine Form der Nachhaltigkeit ist. Ich versuche, so wenig wie möglich zu konsumieren, in diesem Jahr. Kein Weihnachtsschnickschnack (wie in den vergangenen Jahren) wanderte in meine Einkaufstasche. Es ist genug da. Alles andere versuche ich selber zu machen. Zum Beispiel die kleinen nadelgefilzten Weihnachtsmädchen  



und eine weitere Puppe nach Art der Waldorfpuppen. Dabei habe ich für mich entschieden, dass ich bei der nächsten Puppe zuerst der Kopf arbeiten werde und danach der Körper, an den er angenäht wird. Bisher habe ich es wie in Büchern vorgeschlagen wird, anders herum gemacht und z.B. die Augen am Schluß gestickt.  Augen sticken ist ein heikles Thema (für mich). Der Ausdruck einer Puppe lebt von ihrem Gesicht, ihren Augen.  Wenn das mißlingt, taugt die ganze Puppe nicht.



Sooo, Ihr Lieben! Heute ist der dritte Advent und das Fest der Heiligen Lucia. 

Ich wünsche Euch eine lichtvolle Zeit!



Quelle: Wikipedia












November 30, 2015

Ich wünsche mir Erkenntnis, und finde ... 
Ich suche nach Gründen, Zweifel abzulegen. Und finde ...
Ich suche nach Kraft um aufzustehen, und finde ...
Ich wünsche mir mehr Mut um anzufangen, und finde ...

Einen neuen Tag - und Das Hohelied der Liebe. 


" Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, 
Hätte aber die Liebe nicht,
Wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte Und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte,
Hätte aber die Liebe nicht,
Wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, 
Hätte aber die Liebe nicht,
Nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht Nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn heizen, trägt das Böse Nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
Glaubt alles,
Hofft alles,
Hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.


Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, 
Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;
Wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind
Und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, Dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich unvollkommen,
Dann aber werde ich durch und durch erkennen, 
So wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
Doch am größten unter ihnen ist die Liebe. "
Aus: Die Bibel. Altes und Neues Testament

* * * * *

Daneben laufen "Kinderdinge" wie das Puppenmachen 

Nele, 43 cm groß, Wolle, Baumwolle, Westfalenstoff

und schmökern in Kinderbüchern (und so ihr nicht werdet wie die Kinderlein). 

Es ist so eine ganz andere Adventszeit als in anderen Jahren. Unruhiger denn je, 
im Außen, in der Politik. Den Veränderungen, 
die gerade stattfinden; und den stillen Tagen, hier im Dorf. 

Wie erlebt Ihr diese Zeit ? Seid Ihr, macht Ihr Euch auch auf die Reise?
Wenn ja: Was hofft Ihr zu finden?
Oder wollt Ihr gefunden werden? 
Von der Liebe?

Habt es schön, und lichtvoll und liebevoll! 

Erika



   

November 03, 2015

Ein Rotschopf

namens Clara ist in der Puppenwerkstatt geschlüpft.


Sie ist stolze 38 cm groß. Aus Puppentrikot nach Waldorfart genäht und mit Schafwolle gefüllt. Ihr Kleid ist, wie das von Milli , aus Tilda-Baumwollstoff genäht.


 Die roten Haare sind recht lang und werden im Nacken von einer Schleife gezähmt. 


 Auch Clara ist eine eifrige Leseratte. Sie schmökert zu gerne in einem Weihnachtsbüchlein.


Im Nähzimmer geht es nun hoch her. Es wird gekichert, erzählt, und Tee getrunken. Auch den einen oder anderen Weihnachtswunsch habe ich gehört. Und bei mir denke ich, meine Güte, wo ist das Jahr geblieben ...


Habt eine gute Zeit, Ihr lieben Leserinnen. Mit einer schönen Tasse Tee, einer geselligen Plauderei und vielleicht schon dem ersten, heimlichen Weihnachtswunsch ...


Eure Erika


April 18, 2015

Frau Fischer

geistert immer noch in meinen Gedanken herum. Mittlerweile ist sie auch ganz real als Puppe in mein Dachkämmerchen eingezogen. 


Ich hatte Lust, wieder eine Puppe zu arbeiten und musste feststellen, dass es mir schwer fiel. Der Stoff war nicht so, wie ich es gehofft hatte, der Schnitt war improvisiert, und auch die Wolle, die ich zum Füllen des Puppenkörpers nehme, macht unschöne Dellen. Und so weiter, und so weiter. Sicher kennt Ihr das, wenn das Ergebnis nicht mit Eurer Vorstellung übereinstimmt. Da hilft nur eines, dran bleiben, weiter machen. Ein fester Vorsatz für die neue Woche.


So sitzt sie in ihrer einfachen Fischerhütte und blättert in einem hübschen Inselbuch, in dem ihre Geschichte geschrieben steht. Doch sie verrät mit keiner Miene, ob sie das was sie liest auch versteht :) 


In dem Märchen ist ja die Rede davon, dass sie und ihr Mann in einem Pisspott zu Hause seien. Das finde ich wenig charmant, auch wenn die Abbildung in dem Buch genau so einen Pott zeigt. Ich bin davon ausgegangen, dass die Bezeichnung "Pisspott" vielleicht für eine einfache Behausung steht. Nun zweifle ich und bitte um Eure Hilfe. Gibt es im Plattdeutschen die Bezeichnung Pisspott im Zusammenhang mit einem Haus? Für Eure Anregungen wäre ich dankbar.


* * * * *

Für Michaelas fabelhaften Mustermittwoch hier habe ich blaue Tupfen und Punkte und Fische, die ich mit Aquarellfarben in mein Journal gemalt habe, vermustert.



Einmal das eher geometrisch anmutende Punktmuster: 


Und einmal Fische und Punkte und Wolken, die am Ende etwas zerzaust aussehen, mich an eine Reptilienhaut erinnern.


* * * * *

Auch für die gleichfalls fabelhafte Welt der Frühling mail art von Michaela und Tabea ist diese Woche "Nachschub" gekommen. 


Das blumige L, das Sylvia von lusyls-kreativseite gestaltet hat, reiht sich herrlich ein, in den fröhlichen Reigen, der einmal Frühling sein wird und verschönt ein Regal. 
Ich schicke Dir ein herzliches Dankeschön, liebe Sylvia!

 

 Bitte schaut bei Michaela vorbei, um mehr von diesem kreativen und buntem Frühlingsevent zu  sehen: 




Ich wünsche uns allen ein schönes Wochenende, ohne Wind und andere Wetterkapriolen. Laßt Euch nicht wegpusten -

 und habt es fein !

Eure Erika