Dezember 13, 2020

Es werde Licht

 

Heute wird das Lichterfest Santa Lucia gefeiert. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders in unseren Breiten, galt dieser Tag als kürzester Tag des Jahres. Die Wintersonnenwende wurde also am 13. Dezember gefeiert.  Wer wissen möchte, wie Lucina und die Percht ihren Segen bringen, möge dies gerne auf  artedeas Blog entdecken. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung: https://artedea.net/). Hier wird u.a. auch anschaulich beschrieben, wie die Kirche seinerzeit (ihrerzeit) "alte Göttinnen" in ein neues, christliches Gewand gezwungen hat. 




Meine Vorbereitungen für die Weihenächte, sind gut gediehen. Ich habe mir Lese- und Hörstoff besorgt, den ich sehr mag. Cornelia Funkes "Reckless - Band 4" (unbeauftragte und unbezahlte Werbung), liegt seit gestern auf meinem Bücherstapel. In das Hörbuch habe ich bereits hinein gehört und es ist wie ein Wiedersehen mit guten, alten Bekannten. Fuchs, Jacob, Will, der Bastard und der Spieler ... Eigentlich ein Lesestoff für Kinder und Jugendliche, zieht es mich seit Jahren immer wieder in die Spiegelwelt.


Oder ich schaue bei Charles Dickens vorbei. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung.) Und lasse mich verzaubern von seiner Weihnachtsgeschichte.

Dazu habe ich Wolle vorbereitet, mir ein paar neue Nadeln gekauft und werde damit zu den Feiertagen ein neues Tuch beginnen. Ein Wintertuch.



Da mich auch das Bärenfieber, pünktlich zur Jahreszeit gepackt hat, sitzen ein paar mehr in meinem Puppenmacherzimmer, als sonst im Jahr. Ich habe mal wieder in alten Büchern und Zeitschriften geblättert und liebäugele damit, über die Feiertage noch ein Bärchen zu machen.


Morgen wollen wir einen Weihnachtsbaum kaufen. Den werde ich wohl zum 4. Advent schmücken und zum Leuchten bringen. Es ist eigentlich ein wenig zu früh. Aber aus bekannten Gründen muss man damit rechnen, dass ab Mittwoch keine Bäume mehr verkauft werden dürfen. Auf das Immergrün des Baumes und seine friedvolle Symbolik möchte ich keinesfalls verzichten. 

Ich wünsche Euch von Herzen eine gute und friedliche Lichterzeit. Eine gute Tasse Tee und/ oder Kaffee, Christstollen, Plätzchen und Marzipan. Einen Ort, an dem ihr euch wohlfühlt und geborgen seid. 










 




November 26, 2020

Faszination Dezember

 

Die Zeit vor und nach der Wintersonnenwende ist nach alter Tradition eine gute Zeit zum Innehalten, um mit Achtsamkeit auf das alte Jahr zu blicken, loszulassen was gehen soll und um sich dann in den Rauhnächten, auf die Monate des kommenden Jahres zu konzentrieren.

Während der Sperrnächte, der Zeit, in denen nach altem Brauch das alte Jahr verabschiedet, weggesperrt wird, haben wir die Gelegenheit, das vergangene Jahr bewusst „abzuschließen“. Stichworte sind: Was ist gut gelaufen, wofür bin ich dankbar, was verabschiede ich uvm. 

Die Sperrnächte beginnen am 8. Dezember. In jeder der kommenden 12 Nächte darf der jeweilige Monat verabschiedet werden. So steht die Nacht vom 8. auf den 9. Dezember für den Monat Januar, die Nacht vom 9. auf den 10. Dezember für den Februar und so weiter bis zur Nacht vom 19. auf den 20. Dezember, die für den Dezember steht.

Am 21. Dezember, dem diesjährigen Tag der Wintersonnenwende, beginnen dann bereits in einigen Berechnungssystemen, die Rauhnächte mit der Thomasnacht. Andere Systeme beginnen mit dem 24. Dezember.

Meine Rauhnächte begleitet schon seit Jahren Jeanne Ruland, mit ihren liebevollen Büchern und ihrem Wissen, das mich begeistert. Inspirationen finde ich immer wieder auf dem Blog artedea.

In diesem Jahr möchte ich meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse in einem kleinen selbst gebundenen Buch aufbewahren. Schon das Herstellen hat mir viel Freude bereitet. Vielleicht möchtet ihr mir dabei über die Schulter schauen. Das Büchlein soll mich im Dezember begleiten. Es hat Raum für Worte, Illustrationen, Bilder und Collagen.






Wie haltet ihr es um diese Zeit? Werdet ihr kreativ oder eher besinnlich? Oder habt ihr Rituale, die vielleicht schon viele Jahre tragen? Schreibt es mir bitte in die Kommentare. Es würde mich freuen.



Wann ist dieses Jahr die Wintersonnenwende?

Montag, 21. Dezember 2020
Noch 25 Tage! (heute 26.11.2020)




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August 11, 2020

Affenhitze

 ...  nenne ich die derzeitigen Temperaturen, etwas despektierlich. In früheren Zeiten gerne gemocht, sind sie mir nun doch etwas zu hoch. Bei 33°C im Schatten ist es Draußen nicht wirklich angenehm. Also bleibe ich während des Tages gerne in kühlen Räumen. Lediglich am frühen Morgen und am späteren Abend bin ich im Garten oder im Dorf unterwegs.

Leider ein wenig durcheinander zeige ich hier meinen Lesestoff (Werbung). Auch er nicht geordnet, so, wie es der momentanen Temperatur entspricht. 






Eine besondere Freude erlebe ich mit Anne Michaels "Wintergewölbe". Die Kanadische Autorin malt mit Worten - für mich. Sie schreibt beispielsweise am Ende des Buches, von einer Vertrautheit die bei einem Paar entstehen kann. Und da insbesondere, wenn einer es als wohltuend empfindet, "dem anderen beim Denken zuzuhören". Sie findet häufig Worte dafür, was in meinen Gedanken ungeordnet und ziellos herum vagabundiert. Und es freut mich, weil ich dann denke, ach, andere empfinden also ähnliches ... (und können es in wunderbare Worte fassen).



Der genaue Text ist am Ende des Posting.

Meine  Kreativität steckt irgendwie fest, gerade. Ich habe ständig Ideen, Bilder und Worte in meinem Kopf, doch wenn ich mich hinsetze, es in Form bringen will, verflüchtigt es sich. Nicht, dass jede meiner (Gedanken)Blüten hell leuchten soll, aber das dann und wann auch mal was Schönes entsteht - das vermisse ich. 


Also suche ich weiter. Nach dem Verbindenden. Nehme die Herausforderung, eine Struktur zu schaffen an - und folge ? den Sternen ?





* * * * *





Die Reise der Heldin



Auf 
der
Suche
nach
dem 
Verbindenden
war 
die 
Herausforderung 
eine
Struktur
zu
bilden
dem 
inneren
Kompass
zu
folgen.
Sonne 
und
Sternen
folgen.




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Juli 26, 2020

Gedankensprünge

Während der letzten Monate habe ich gerne und viel an meiner Ausbildung, zur Heilpraktikerin für Psychotherapie gearbeitet. Die Ausbildung ist (für den jetzigen Zeitpunkt) beendet und mein Zeugnis und das Zertifikat bescheinigen mir beste Arbeit. Nun sind die Prüfungstermine am Gesundheitsamt - die bestätigen sollen, dass von mir keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht - für dieses Jahr verschoben. Bis zum nächsten Frühjahr - heißt es. Aber was, wenn wieder irgendein C dazwischenkommt? So habe ich mich entschlossen, eine weitere Ausbildung zur psychologischen Beraterin zu machen. Das ermöglicht mir, im Stoff zu bleiben und die Energie hoch zu halten. 

Ich werde also weiter "für das Morgen arbeiten" und dabei im "Heute sein". Der Gedanke gefällt mir. Es erlaubt mir, neben meiner beruflichen Arbeit das Forschen und Lernen in Wissensgebieten, die mir wichtig und nahe sind, meinen offenen Fragen näher zu kommen und Antworten zu finden. 

In der Zwischenzeit lese ich wieder. Romane. Und versuche mich ein wenig im Monoprinting. Aktuell sind es die folgenden Bücher (Werbung), die mich erfreuen:





Ich bin mir nicht sicher, ob das Zeigen der Bücher bereits als Werbung verstanden werden kann. Deshalb mein Hinweis: Werbung!

Einige Blogs sind ja "verschwunden", weil offenbar nur wenige so richtig mit den derzeitigen Bestimmungen in Sachen Datenschutz, Werbung und Verlinkung Bescheid wissen. Beziehungsweise, dass immer wieder von einer Grauzone die Rede ist, die allen möglichen Subjekten die Möglichkeit gibt, BloggerInnen abzumahnen. Sie finanziell zu schädigen. Ohne das nachvollziehbar ist, wem ein Schaden zugefügt wurde. Deshalb verzichte ich auf Zitate, Gedichte und Verlinkungen zu anderen Kreativen. Wie bedauerlich!

So poste ich noch ein paar Fotos von meiner Terrasse und verabschiede mich ins Wochenende.










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Oktober 27, 2019

Der Vergänglichkeit bewusst werden


Zeit zum Innehalten nehmen - das Thema im Herbst.

Die Tage sind so kurz geworden, in den vergangenen Wochen. Hier gab es noch viele Sonnenstunden und moderate Temperaturen – die Blätter jedoch fallen und künden vom nahen Winter.


Die herbstlichen Blätter tauchen meinen Sitzplatz vor dem Haus in schönste Farben, Ruhe und Harmonie liegen in der Luft. Es ist, als berühre der äußere Frieden das Innere und macht es stark für die kommenden Wintermonate. Ich schaue zurück auf helle Sommermonate. Auf viele neue Eindrücke, Erlebnisse, Menschen und weiß, dass ich mit Liebe und Vertrauen weitergehen will, in einen anderen Teil des Jahres.


Ich habe das Stricken für mich entdeckt und bin sozusagen im Faserfieber. Als Kind mochte ich es nicht und habe mich in der Schule davor gedrückt. Nun erlebe ich, wie das beständige Bewegen des Fadens etwas in mir zum Klingen bringt, das mich an den Lauf des Jahres, der Zeit erinnert. Mit Achtsamkeit, Ausdauer und Freude, wächst das Strickstück, so wie die Tage und Wochen eines Jahres sich aneinander reihen. Ich finde mich wieder in einem Kreislauf der erzählt, dass das Leben, die Dinge des Lebens immer weitergehen. 

Es wird ein Dreiecktuch - ohne Anleitung






Meine Wollvorräte für die nächsten Wochen




So wie das Jahr, das am kommenden Donnerstag/ Freitag, Samhain, feiert. Den Beginn des Keltischen neuen Jahres, das auch die Tore zur Anderswelt und unseren Ahninnen und Ahnen öffnet. Dieses Jahreszeitenfest ist der Erde geweiht. Dualitäten verschmelzen und senden so ihre Kräfte in unseren Alltag.

Die Qualität dieser Zeit, die uns einlädt nach Innen zu schauen und Raum für Fragen eröffnet. Warum sind wir hier? Was ist wichtig in unserem Leben? Und was ist unsere Bestimmung?

Für mich gewinnen alltägliche Dinge stärker an Bedeutung. Also das Begreifen und Annehmen des Lebensweges, als Antwort auf offene Fragen. Meine Ernährung, beispielsweise, die ich gerne noch verbessern möchte. Von Eugen Drewermann habe ich gelesen, dass er keinen Kühlschrank besitzen soll. Das kann ich mir noch nicht vorstellen. Aber ein gutes Ziel ist es. Mit einer konsequent veganen Ernährung ließe es sich umsetzen. Doch noch mag ich Milch in meinem Morgenkaffee und hin und wieder ein Käsebrot. Ich arbeite daran mit weniger auszukommen und es nicht als Mangel zu empfinden. Ich suche nach Erweiterung meines Denkraumes, suche auch hier nach Weite. Immer auf meinem Weg. Offen für das, was mir begegnet, mein Herz zum Klingen bringt.

Teil meiner Obstvorräte für die nächste Woche


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Schön sind auch immer wieder alte Handarbeitsbücher, die ich z.B. auf Flohmärkten gefunden habe. Gibt es davon heute eigentlich noch welche in den Schulen, im Unterricht? Was sagen sie aus über den Stellenwert von Handgearbeitetem? Lernen junge Menschen eigentlich noch Handarbeiten? Oder sind diejenigen, die mit ihren Händen und Köpfen gestalten eine aussterbende Spezies?


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Und weil ich es sehr mag, ein Gedicht von Mascha Kaléko:


Nun schickt der Herbst das Leuchten in die Wälder.
Grellbunte Brände, lodern jedes Blatt.
Wie welkt das Herz dem wandermüden Fremden,
Der nur die Einsamkeit zur Heimat hat.

Schon fegt der Sturm den Sommer in die Gosse.
Im Park der Ahornbaum schreit blutigrot.
Der Regen weint die immergleichen Tropfen,
Und auf den Wiesen riecht es morsch vom Tod.

Da überfällt den Wandrer banges Schweigen
Und tiefes Weh um Schönheit, die verdirbt.
Herr nimm mich fort aus diesem Glühen
Und lass mich sterben, eh mein Sommer stirbt ...



Mascha Kaléko - Herbstlicher Vers
aus Mein Lied geht weiter



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Hinweis: Alle von mir gezeigten Bilder habe ich selbst fotografiert. 
Alle gezeigten Gegenstände sind mein Eigentum, das ich selbst erworben habe.