Januar 04, 2026

Eismond, Wintermond, Hartung oder Wolfsmond

 



  Vollmondenergie im Januar 2026

Gefrorener Boden, Schnee, Eis und Kälte – die Arbeit Draußen ruht. Wer kann zieht sich zurück in warme Häuser und/ oder seine ganz persönlichen Rückzugsräume.

Die ersten Tage des neuen Jahres sind bedeutungsvoll, magische Momente, Omen. Ich beobachte den Himmel und das Wetter mit großer Aufmerksamkeit, denn wer weiß, was man alles erkennen kann - in einem weißen Himmel und weißen Flocken... Sind Hinweise auf den weiteren Verlauf des Jahres möglich oder prosaisch, Ausblicke auf kommende Wetterlagen?

Der Vollmond im Januar 2026, auch Wolfsmond genannt, steht traditionell im Zeichen von Neuanfang, Reflexion und Loslassen. Die Energie dieses Vollmonds bietet die Gelegenheit, emotionalen Ballast, alte Muster und unerwünschte Geschichten aus dem vergangenen Jahr loszulassen, um Platz für neue Vorhaben zu schaffen.

Da dieser Vollmond im Sternzeichen Krebs steht, einem Wasserzeichen, das eng mit Emotionen, Zuhause und Familie verbunden ist, werden Gefühle intensiviert. Tiefe emotionale Erkenntnisse sind möglich, und das Hören auf das Bauchgefühl tut gut.

Der Mond ist der Erde heute besonders nahe, ein Supermond, dessen Energien intensiv und kraftvoll empfunden werden.

Der Name "Wolfsmond" bezieht sich auf heulende Wölfe in kalten Winternächten. Spirituell damit verbunden sind Themen wie Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Instinkt und die innere Stärke, den eigenen Weg zu finden.


 

Es gibt viele Geschichten und Mythen über diese Zeit und ihre Wölfe. Aus Gründen des Respekts und des engen Copyrights (auch, was Verlinkungen auf Blogger betrifft) verzichte ich hier auf eine Wiedergabe und hoffe trotzdem, euer Interesse geweckt zu haben.




Dezember 24, 2025

Frohe Weihnachten

 

Ein Lieblingsgedicht aus meinen Kindertagen findet heute seinen Weg auf meinen Blog. Anna Ritter hat es geschrieben und ich schicke es hier in die Welt - für alle alten und jungen Kinder:


Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!







Juni 29, 2025

Zuerst las ich "nur" ein paar Zeilen

des mexikanischen Schriftstellers Miguel Ruiz: 

“Jeder Mensch ist ein Künstler. Der Traum vom Leben ist es, eine schöne Kunst zu erschaffen.”

* * * Miguel Ángel Ruiz * * *

Miguel Ángel Ruiz ist ein mexikanischer Forscher und Schriftsteller – und er ist ein Nachkomme der Tolteken. Sein bekanntestes Werk "Die vier Versprechen", ist eine Zusammenfassung des Wissens und Leitfaden der Lehren der Weisheit seiner Vorfahren. In seinem Buch zeigt er die Ursprünge auf, nach denen die Tolteken zu leben strebten. 

Wie lauten diese vier Versprechen, von denen man sagt, dass sie eine Formel für mehr Zufriedenheit seien? Don Miguel Ruiz's Buch basiert auf der alten Weisheit der Tolteken und bietet eine einfache, aber tiefgreifende Lebensphilosophie. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, um alte, begrenzende Überzeugungen und Verhaltensweisen abzulegen und ein erfülltes Leben zu leben.

1. Sei untadelig mit deinem Wort

Dies ist ein Hauptsatz. Es bedeutet, dass wir Worte bewusst und mit Integrität wählen. Wir sollen die Wahrheit sprechen und Worte weder gegen uns selbst noch gegen andere verwenden. Worte tragen in sich eine große schöpferische Kraft; sie können heilen oder verletzen, aufbauen oder zerstören. Wenn wir untadelig mit unseren Worten sind, schaffen wir eine Realität, die uns und den Lebewesen um uns herum dient.

2. Nimm nichts persönlich

Dieses Versprechen lehrt uns, dass nichts, was andere tun, wegen uns geschieht. Jeder Mensch handelt aufgrund seiner eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Ängste. Wenn jemand uns kritisiert, lobt oder uns ärgert, spiegelt das seine eigene innere Welt wider, nicht unsere. Indem wir nichts persönlich nehmen, schützen wir uns vor unnötigem Leid und bleiben emotional unabhängig von den Meinungen anderer.

3. Mach keine Annahmen

Wir neigen dazu, Annahmen über das zu machen, was andere denken, fühlen oder beabsichtigen, und behandeln diese Annahmen dann als Fakten. Dies führt oft zu Missverständnissen, Konflikten und Enttäuschungen. Stattdessen sollten wir  Fragen stellen und Dinge klären, die wir nicht verstehen. Wenn wir aufhören,  Annahmen zu machen, verbessert sich unsere Kommunikation und wir können lernen, Dramen zu vermeiden.

4. Gib immer dein Bestes

Dieses Versprechen ist die praktische Anwendung der ersten drei. Es geht darum, in jeder Situation dein "Maximum" zu geben, aber zu verstehen, dass unser  "Bestes" von Tag zu Tag und von Moment zu Moment variieren kann – abhängig von unserer Energie, Stimmung oder den Umständen. Wichtig ist, dass das Beste zu geben, ohne sich selbst zu verurteilen - oder zu bereuen, was wir getan haben. 

Die Idee hinter den vier Versprechen ist, dass wir durch das Befolgen dieser Prinzipien negative Gedankenmuster durchbrechen, Ängste überwinden und ein Leben voller Freude und Freiheit gestalten können.

*****

Es ist eine Zeit, um Pläne zu schmieden, gründlich nachzudenken und dem Wissens- und Schaffensdrang einen offenen Raum zu geben. Sich begeistern zu lassen von Büchern, einer Kunstausstellung (Achtung Sommerloch) oder anderen anregenden Aktivitäten. Die Zeitqualität macht Lust auf´s  Reisen und Ausflüge, um neue Inspirationen und Ideen zu entwickeln.

PS:


VIELLEICHT HAT SICH EIN UNSICHTBARER TEIL

 

Vielleicht hat sich ein unsichtbarer Teil

von uns selbst in diesen Blumen geöffnet.

 

Verwirrung, Verlangen und Furcht sind

ausgelöscht für einen Augenblick;

Tod ist ausgelöscht, für die Zeit einiger

Schritte am Wiesenrand.

 

(Philippe Jaccottet)



 


Juni 22, 2025

Das Ankommen und Weitergehen



Schon werden die Tage wieder länger. In wenigen Tagen beginnt der Juli und wir sind auch kalendarisch in der zweiten Jahreshälfte angekommen. Litha. Es ist eine Einladung,  sich der Sonne und ihrer tiefen Heilkraft zu öffnen. Ich bin bereit, mich von ihrem Licht berühren zu lassen. Nicht brennend, sondern mit Güte, mit Mut und Geduld. 

Ich habe gestern ein stilles Sonnenwendfest gefeiert. Dazu habe ich Kerzenlicht eingeladen, das mit dem Tanz der Flamme, die an die Stärke und Kraft des Lichts erinnert,  die Seele stärkt. Ich habe ein paar Orakelkarten zu mir kommen lassen, aus dem "Seasons of the Witch Oracle". Noch erzählen die Karten von Bewegung und Neubeginn und ich lasse mich zu gerne berühren, von ihrer Botschaft. 



Schon bald im Jahresrad heißt es: Ich lasse los, was gehen will und soll. Ich gebe Raum, damit Neues zu mir findet. Die Ruhe das Nachklingen ist auch eine Einladung an das Leben. Ich verliere nichts.







Juni 15, 2025

Verboten, verbannt –

 und doch lebendig

Ein Hymnus an die Bücher, die man nicht lesen soll – und gerade deshalb lesen muss

Es beginnt mit einem Rascheln, kaum hörbar. Ein Windstoß zwischen den Seiten der Welt.
Ein Buch wird aus dem Schulregal genommen, ein anderes aus der Stadtbibliothek entfernt.
Begründung: „Unangemessener Inhalt.“


Doch was ist unangemessen? Ein Kuss zwischen zwei Jungen? Ein Gedicht, das von Widerstand erzählt? Ein Mädchen, das laut denkt? Ein Schwarzer Junge, der Geschichte schreibt?

Man nennt sie banned books, doch sie sind nichts anderes als Spiegel.
Und Spiegel, so wusste schon Perseus, können gefährlich sein – besonders für jene,
die sich nicht erkennen wollen.

In den Vereinigten Staaten flammt die Zensur wie ein kaltes Feuer auf. Schulbehörden streichen Werke, die von Identität, Herkunft, Geschlecht, Haut, Hunger und Herz sprechen. Und mit jeder Entfernung wächst ihr Leuchten. Denn Bücher, die verboten werden, tragen oft das Licht, das die Welt braucht.

Doch wir erinnern uns. Wir Leserinnen, wir Träumer, wir Sammler der Zwischenworte. Wir wissen: Ein verbanntes Buch ist ein Siegel, das sagt: „Hier spricht Wahrheit. Hier liegt Kraft. Hier darfst du dich selbst erkennen.“


Hier seht ihr meine „Schwarze Liste der leuchtenden Bücher“, eine Bibliothek der Unbeugsamen, der Mutigen, Verboten aber Unsterblich.

Hier nur eine kleine, unvollständige Galerie der gefährlichen Bücher – weil sie Menschen wecken:

  1. "1984" von George Orwell
    – Weil es zu deutlich mahnt. Weil es zu genau sieht.
    „In Zeiten universeller Täuschung ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.“
  2. "Das Tagebuch der Anne Frank"
    – Weil ein junges Mädchen nicht schweigen wollte.
    Und weil ihre Stimme, zart und glasklar, den Hass überdauert.
  3. "The Handmaid’s Tale" von Margaret Atwood
    – Ein rotes Gewand, das Angst macht,
    weil es prophetischer ist, als man zugeben möchte.
  4. "Harry Potter" von J.K. Rowling
    – Weil Magie Angst macht – besonders, wenn sie in Kinderhänden liegt.
    Bücher, die Kinder zum Denken bringen, sind immer ein wenig gefährlich.
  5. Die Bibel (ja, die Bibel!)
    – In manchen Ländern, zu manchen Zeiten,
    weil ihre Worte zu mächtig, zu umdeutbar, zu unkontrollierbar waren.
    Ein Buch voller Feuer, Licht, und Abgründe.
  6. "Gender Queer" von Maia Kobabe
    – Ein visuelles Zeugnis von Identität jenseits der Norm.
    Zensiert, weil es ausspricht, was viele leben.
  7. "The Bluest Eye" von Toni Morrison
    – Weil ein Schwarzes Mädchen sich danach sehnt, gesehen zu werden.
    Und das Weinen der Welt zu laut ist.
  8. "All Boys Aren’t Blue" von George M. Johnson
    – Weil es Jungen zeigt, die weich, stark und queer sein dürfen.
  9. "Stamped" von Ibram X. Kendi & Jason Reynolds
    – Eine Chronik des Rassismus, die lieber nicht unterrichtet wird.
    Denn sie ist zu klar, zu schneidend, zu wach.
  10. "This Book Is Gay" von Juno Dawson
    – Ein Liebesbrief an queeres Leben – und gerade deshalb Ziel von Verboten.
  11. "Looking for Alaska" von John Green
    – Weil Teenager Fragen stellen. Und Bücher Antworten flüstern.
  12. "Fun Home" von Alison Bechdel
    – Ein Haus voller Spiegel, Erinnerungen und Identität.
    Entfernt, weil es ehrlich ist.
  13. "Out of Darkness" von Ashley Hope Pérez
    – Weil es Unrecht benennt, das lieber verschwiegen wird.
  14. "13 Reasons Why" von Jay Asher
    – Ein Echo auf die Stimmen, die sonst keiner hört.

Ein leiser Schlussgedanke:

Wenn ein Buch verboten wird,
dann ist es Zeit, es zu lesen.
Nicht aus Trotz –
sondern aus Liebe zur Freiheit, zur Vielfalt, zum Menschen 

Denn in jedem verbannten Buch
schlägt ein Herz,
das niemand zum Schweigen bringen kann.